Nicht nur dem Anwohner Joachim Joost ist der Ausbau der Blücherstraße und des maroden Kanalnetzes im Untergrund zu teuer.© Korte
Das ist bei der Diskussion im Verkehrsausschuss des Rates deutlich geworden, der zwar schon eine deutliche Tendenz erkennen ließ, aber noch keine Empfehlung abgegeben hat. Die Entscheidung über das fast 500.000 Euro teure Ausbauprogramm für die marode Kanalisation und die ebenso marode Straße wird demnach erst nach nochmaliger Beratung in den Ratsfraktionen im nicht öffentlich tagenden Verwaltungsausschuss fallen. Die Anlieger sollen rund 340.000 Euro übernehmen. Außer dem Vertreter des Linksbündnisses, der die Entscheidung einen Monat aussetzen wollte, ließen Sprecher aller Fraktionen Sympathie für den ursprünglichen Verwaltungsvorschlag mit einer künftig nur 4,50 Meter breiten asphaltierten Fahrbahn, Gehwegen auf beiden Seiten sowie Park- und Grünflächen auf der Ostseite erkennen.
Diese Ursprungsvariante ist nach einer von der Stadtverwaltung neu vorgelegten Berechnung mit 268.408 Euro sogar noch ein wenig kostengünstiger, als die von den Anwohnern geforderte Wiederherstellung der Straße in bisheriger Form ohne Parkbuchten und Bäume. Grund sind die gegenüber der Pflasterung teureren Asphaltierungsarbeiten und zusätzlich notwendige Gosseneinläufe.
„Wir wollen keine Parkbuchten und Bäume“, bekräftigte Joachim Joost von der Anwohnerinitiative gestern, da die Bäume nicht nur 8000 Euro, sondern auch sechs Parkplätze kosten würden. Im Ausschuss, wo die Anwohner zu Wort gekommen waren, hatte er bereits angekündigt, dass man die Kosten überprüfen lassen werde. Die Anwohner sind mit Beträgen von bis zu 15.000 Euro dabei. Für die Hauseigentümer sei es nicht leicht, soviel Geld auf den Tisch legen zu müssen, hatte seine Mitstreiterin Barbara Wiesner gesagt.
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