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Burgdorf

138 neue Flüchtlinge erreichen Hülptingsen

Drei Busse haben am Sonnabend insgesamt 138 neue Flüchtlinge in die  Notunterkunft an der Wollenweberstraße gebracht. Damit leben dort derzeit 212 Menschen. Unterdessen rechnet die Stadt damit, dass die anstehende Anmeldung der Neuankömmlinge zu Mehrarbeit im Bürgerbüro führt.

Hülptingen. Zum zweiten Mal innerhalb weniger Tage rollten Busse aus Süddeutschland vor dem ehemaligen Sennheiser-Gebäude vor. Ihre Insassen: 138 Kinder, Frauen und Männer, die unter anderem aus Syrien, Afghanistan, dem Iran und Irak stammen. "74 Personen leben bereits in der Unterkunft", sagt ASB-Sprecher Michael Güttler. Damit erhöht sich die Zahl der Bewohner auf Zeit auf 212. Wie bei dem ersten Termin sorgten insgesamt 17 ASB-Mitarbeiter für die Aufnahme, dabei wurden sie unterstützt von etwa 20 Feuerwehrleuten aus der Stadt Burgdorf und zehn Freiwilligen, darunter etliche Sennheiser-Beschäftigte. "Der Einsatz begann um 7 Uhr, gegen 16 Uhr war er zu Ende", sagte Güttler. 

Unmittelbar nach der Ankunft registriert der ASB die Flüchtlinge - vor allem für interne Abläufe. Aber auch die Burgdorfer Verwaltung rechnet nach Aussage von Sprecherin Eva-Maria Dobriloff mit Mehrarbeit, weil nach dem Meldegesetz Personen, die sich mindestens zwei Wochen an einem Ort aufhalten, auch dort gemeldet werden müssen. Die Flüchtlinge müssen mit Namen, Geburtsdatum, Geschlecht sowie Anschrift und dem Einzugsdatum erfasst werden. Eine Erleichterung gibt es bei der außergewöhnlichen Situation allerdings: Eigentlich müssten die Neubürger selbst aktiv werden und sich beim jeweiligen Einwohnermeldeamt vorstellen, unter Vorlage eines Ausweises oder Passes. Nach einem aktuellen Erlass des Landes von Ende Oktober dürfen die Aufnahmeeinrichtungen des Landes - als solche gilt das Sennheiser-Gebäude - anders verfahren. Es ist demnach möglich, Sammellisten zu erstellen. Das müsste dann der ASB als Betreiber in Zusammenarbeit mit Land und Region übernehmen. Wenn Flüchtlinge aus der Notunterkunft in andere Kommunen verteilt und neue Flüchtlinge aufgenommen werden, muss das Bürgerbüro auch diese erfassen.

Wie hoch die zusätzliche Arbeitsbelastung wegen der Asylbewerber sein werde, könne die Stadt derzeit noch nicht absehen, sagt Dobriloff und fügt hinzu, bislang habe die Stadt weder eine Liste vom ASB noch eine persönliche Meldung eines Flüchtlings erhalten. "Es ist jedoch davon auszugehen, dass die Eintragung von einer großen Zahl an Asylbewerbern größere personelle Kapazitäten in Anspruch nehmen würde", sagt die Sprecherin.

Von Antje Bismark und Bernd Riedel


Burgdorf ist ...

  • ... eine Stadt im Osten der Region Hannover mit neun Ortsteilen und rund 30.000 Einwohnern.
  • ... bekannt für Spargelanbau und  Hannoveraner-Zucht.
  • ... die Heimat des Handball-Bundesligisten TSV Hannover-Burgdorf.
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