Navigation:
|
Flüchtlingsunterkünfte

Information oder nur Blabla?

Kurzfristig hat Oberbürgermeister Stefan Schostok alle Fraktionschefs, Bezirksbürgermeister und Stadtbezirksmanager zu einer Sitzung in den Hodlersaal eingeladen. Zu der Frage, welche Flüchtlingsunterkünfte verzichtbar sind, versprach er „neueste Informationen“. Am Ende waren es aber nur bekannte Details.

Hannover. HANNOVER. Nachdem die NP mehrfach über den Auszug von Flüchtlingen aus den Turnhallen, die Aufgabe von Notunterkünften, den mittelfristig geplanten Auszug aus dem ehemaligen Oststadtkrankenhaus und Pläne zum Verzicht auf andere Standorte berichtet hatte, versprach Stefan Schostok „neueste Informationen“. Am Ende gab es kaum Neuigkeiten.

„Der Kaffee war gut.“ Bei der um acht Uhr beginnenden Sitzung war das die einzige Einschätzung, die alle teilten. CDU-Ratsvize Jens-Michael Emmelmann verließ das Rathaus schon nach einer halben Stunde. „Auf meine Frage, ob der OB noch einen zweiten Teil mit mehr Informationen liefert, stotterte er nur rum.“ FDP-Ratschef Wilfried Engelke berichtet über „allgemeines Blabla“. Und: „Alles, was da erzählt wurde, war NP-Lesern längst bekannt.“ Er fühle sich „verklappst“.

Als Sprecher aller Bezirksbürgermeister lobte der Ricklinger Andreas Markurth (SPD) „die kurze und bündige Information“. Um einzelne Standorte sei es nicht gegangen. „Wie auch? Das Land hat der Stadt gesagt, erst in der zweiten Septemberhälfte werde es neue Zahlen zu Zuweisungen geben.“ Deshalb lobt auch SPD-Fraktionschefin Christine Kastning die Idee hinter der Info: „Wir finden es überaus vernünftig, Reserven für die Flüchtlingsunterbringung bereitzuhalten. Damit ist Hannover auf einen möglichen Anstieg der Flüchtlingszahlen künftig eingestellt.“

Berichtet hatte der OB, dass in Hannover in städtischen Unterkünften noch immer knapp 4300 Flüchtlinge leben. „Pro Woche kommen aktuell weniger als 50 neue Flüchtlinge hinzu.“ Deshalb könne die Stadt die im vorigen Jahr kurzfristig geschaffenen Notunterkünfte nach und nach wieder räumen. „Wir wollen mittelfristig ganz auf Notunterkünfte verzichten und die Flüchtlinge in Gemeinschaftsunterkünften, Wohngruppen und Wohnungen unterbringen.“ Der ehemalige Bau- und Gartenmarkt Badenstedter Straße, der Deutsche Pavillon und der ehemalige Möbelmarkt am Alten Flughafen stünden leer. „Diese drei Standorte sollen allerdings vorläufig als Reserve für wieder ansteigende Flüchtlingszahlen bereitstehen.“

Kein Wort zu der Möglichkeit, dass Unterkünfte am Bemeroder Anger, am Friedländer Weg oder der Lister Corinthstraße vielleicht entfallen (NP berichtete). Außer dem Auszug aus dem Oststadt-Krankenhaus und dem Schulzentrum Ahlem (wo Wohnungsbau geplant ist) gab der OB nur eine Änderung der Liste (siehe NP-Ausriss) bekannt: „Die Stadt will auch auf die Pläne für eine Notunterkunft im ehemaligen VHV-Gebäude in der Constantinstraße verzichten. Die Verhandlungen über die kurzfristige Auflösung der Verträge laufen bereits.“


Bildergalerien Alle Galerien
Anzeige
Die Bahn verspricht, pünktlicher zu werden - schafft sie das?
Anzeige

Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok

Alles über Hannover 96

Spielberichte, Hintergründe, Analysen - lesen Sie hier alles über Hannover 96.