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BRIEFWÄHLER geben jetzt schon ihre Stimmen ab, der "richtige" Wahltag ist dann aber erst am 11. September.

Daten & Fakten

Alles über die Kommunalwahl in Hannover

Hannover hat die Wahl – bei der Zusammensetzung des Rates der Landeshauptstadt und der Bezirksräte. Lesen Sie hier alle Daten und Fakten.

hannover. 411 000 Bürger sind diesmal wahlberechtigt, vor fünf Jahren waren es 393 000. Rund 21 600 Personen sind erstmals bei der anstehenden Wahl wahlberechtigt, etwa 7600 nehmen zum ersten Mal teil, teilte Wahlleiter Carsten Köller mit. Insgesamt können am 11. September fast 30 000 EU-Bürger an den Wahlen teilnehmen. Anders als bei Bundestags- und den meisten Landtagswahlen (Ausnahme Bremen) sind bei den Kommunalwahlen bereits 16-Jährige wahlberechtigt.

Wer sind die Kandidaten? Insgesamt knapp 1600 Männer und Frauen bewerben sich für den Rat der Landeshauptstadt und für die 13 Stadtbezirksräte. 611 Bewerbungen gibt es für die 64 Mandate im Rat der Stadt, 984 Kandidaten sind es für die 259 Mandate in den Bezirken. Die 64 Sitze im Rat ergeben sich aus der Einwohnerzahl Hannovers. Den 65. Sitz hat Oberbürgermeister Stefan Schostok. Er steht am 11. September nicht zur Wahl, seine achtjährige Amtszeit läuft noch bis 2021.

Für die fünfjährige Wahlperiode bis 2021 stellen sich alle sieben im Rat vertretenen Parteien wieder zur Wahl: SPD, CDU, Grüne, Die Linke, FDP, Hannoveraner und Piraten kandidieren in allen 14 Wahlbereichen des Rates. Auch die AfD, die erstmals kandidiert, und die DKP sind in allen 14 Wahlbereichen vertreten. Darüber hinaus bewerben sich in einigen Wahlbereichen die PARTEI, das Bündnis für Innovation und Gerechtigkeit (BIG), das Bündnis Christen für Deutschland (Bündnis C), Aktive für ein Soziales Hannover (ASH) und elf Einzelbewerber.

Für die Stadtbezirke treten mit Ausnahme der Hannoveraner alle im Rat vertretenen Parteien an, die meisten in allen Bezirken, die Piraten in zwölf. Für eine Reihe von Bezirksräten kandidieren auch die PARTEI, die AfD, die DKP, BIG, Alfa und ASH sowie Einzelbewerber.

Hannover ist traditionell eine SPD-Hochburg, die Sozialdemokraten stellen nicht nur den OB, sondern auch den Bürgermeister und Ratsvorsitzenden, der Thomas Hermann (Südstadt) ist. Dazu hat die SPD im aktuellen Rat mit 25 Sitzen die meisten Mandatsträger, gefolgt von der CDU (16 Sitze) und Bündnis 90/Die Grünen (14). SPD und Grüne bilden eine Ratsgruppe, so dass sie zusammen über eine deutliche Ratsmehrheit in Hannover verfügen. Weitere Ratsmitglieder: Die Linke (drei Sitze), FDP und Die Hannoveraner (je zwei) und ein Einzelvertreter von den Piraten sowie ein parteiloser Einzelvertreter.

Und was ist mit dem Umland?

Das Umland von Hannover mit den zusammen 20 Kommunen hat die Wahl – bei der Zusammensetzung der jeweiligen Gemeinderäte und den Ortsräten in den Städten und Gemeinden. Die gut 500 000 Wahlberechtigten (2011 waren es gut 505 000) bestimmen am 11. September insgesamt 770 Mitglieder der Stadt- und Gemeinderäte (bei gut 2000 Bewerber), dazu weitere 1026 Mitglieder der jeweiligen Ortsräte (mit gut 2200 Bewerbern). Wichtig: In keiner Umlandkommune steht die Wahl eines Bürgermeisters an, da deren Amtszeiten über das Jahr 2016 hinausreichen.

Die politischen Ansprüche in den 20 Rathäusern lassen sich für die anstehende Wahl gut zusammenfassen: Während die SPD weiter vielerorts stärkste Kraft bleiben möchte, will die CDU wieder Boden gut machen.Das gilt vor allem auch für die FDP, die vor fünf Jahren regelrecht eingebrochen ist. Die Grünen konnten damals dagegen mächtig punkten, ihr Ziel ist es deshalb, das Wahlergebnis von 2011 zu bestätigen.

Die SPD konnte gleich in 14 Städten die Rathäuser (wieder) erobern: in Barsinghausen, Burgdorf, Hemmingen, Laatzen, Langenhagen, Lehrte, Neustadt, Ronnenberg, Seelze, Springe, Uetze, Wedemark, Wennigsen und Wunstorf. Für die CDU blieben ihre Hochburgen Burgwedel, Isernhagen und Gehrden, wobei sie überraschend auch in Garbsen, Pattensen und Sehnde die meisten Sitze holte.

Wahlsieger aber waren die Grünen, die Stimmenzuwächse im bis zu zweistelligen Prozentbereich erzielten und vielerorts zur dritten politischen Kraft aufstiegen. Hohe Zuwächse gab es zum Beispiel in Lehrte (plus 10,7 Prozent), Hemmingen (plus 9,7 Prozent), Isernhagen (plus 9,4 Prozent), Neustadt und Springe (jeweils plus 9,3 Prozent). Spitzenreiter war die Gemeinde Wennigsen, in der die Grünen um 11,4 Prozent zulegten – und beinahe sogar die CDU überholten.

Wo es Gewinner gibt, muss es auch Verlierer geben, und die waren eindeutig die Liberalen, die vor fünf Jahren auch auf der untersten kommunalen Ebene erhebliche Verluste verkraften mussten. Dazu zählt Barsinghausen (minus 7,1 Prozent), Burgwedel (minus 5,6 Prozent) und Gehrden (minus 5,5 Prozent). Bitter war das Wahlergebnis im ohnehin schon FDP-schwachen Seelze: Dort wählten nur 736 Bürger die Liberalen – von gut 26 000 Wahlberechtigten. Die FDP kam dort auf einen Stimmenanteil von gerade einmal zwei Prozent.

Auffällig vor fünf Jahren ebenfalls: Die unabhängigen Wählergemeinschaften, die in allen Kommunen angetreten waren und zum Teil große Erfolge erzielten.

Und dann ist da ja auch noch die Region...

Hier haben Wähler aus der Landeshauptstadt und aus dem 20 Umlandkommunen gemeinsam die Wahl – bei der Zusammensetzung der Regionsversammlung. Rund 912 600 Bürger sind wahlberechtigt, die am 11. September über die neue Zusammensetzung dieses Parlaments befinden.

In 14 Wahlbereiche – sieben in der Stadt, sieben im Umland – sind die Wähler hier eingeteilt, die zwischen zwölf Parteien, vier Wählergemeinschaften sowie zwei Einzelpersonen wählen können. Gegenüber der Kommunalwahl 2011 haben vier Parteien und Wählergemeinschaften mehr von ihrem Recht Gebrauch gemacht, Vorschläge einzureichen. Erstmals bewerben sich Alfa (Allianz für Fortschritt und Aufbruch), AfD (Alternative für Deutschland), Bündnis C (Christen für Deutschland), BIG (Bündnis für Innovation & Gerechtigkeit), die Einzelwahlvorschläge und die GFW (Gemeinschaft Freie Wähler), Neue Liberale und die Partei um die Sitze. Flächendeckend in allen 14 Wahlbereichen kandidieren sieben Parteien und eine Wählergemeinschaft.

Trotz der größeren Zahl an Parteien und Wählergemeinschaften, stehen 27 Kandidatinnen und Kandidaten weniger auf den Listen als 2011, zu vergeben sind 84 Sitze, Sitz Nummer 85 in der Regionsversammlung hat Regionspräsident Hauke Jagau, der nicht zur Wahl steht. Um diese 84 Mandate bewerben sich 694 Kandidaten.

Die Regionsversammlung kümmert sich um große Themen wie Umwelt, Naherholung, Nahverkehr und Abfall.


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Hannover in Zahlen

  • Bundesland: Niedersachsen
  • Landkreis: Region Hannover
  • Fläche: 204,14 km²
  • Einwohner: ca. 550.000
  • Bevölkerungsdichte: 2552 Einwohner je km²
  • Postleitzahlen: 30159 - 30669
  • Ortsvorwahl: 0511
  • Kfz-Kennzeichen: H
  • Lage: 52° 22´ N / 9° 43´ O
  • Wirtschaft: Firmendatenbanken
  • int. Flughafenkürzel: HAJ
  • Stadtverwaltung: Trammplatz 2
     30159 Hannover
     Telefon: 0511 168-0
  • Oberbürgermeister: Stefan Schostok

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