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Polizei-Einsatz: Beamte nahmen am Sonntag zwölf Hooligans aus Hannover und Wien stundenlang in Gewahrsam.

Polizei-Einsatz: Beamte nahmen am Sonntag zwölf Hooligans aus Hannover und Wien stundenlang in Gewahrsam.
© Symbolbild

Fussball-Gewalt

Hooligans nach Schlägerei stundenlang in Polizeizelle

Nach dem Übergriff von Hooligans aus Hannover und Wien auf Alt-Hooligans aus Stuttgart hat die Polizei die Gewalttäter stundenlang in Gewahrsam genommen. Erst am Abend wurden die Angreifer wieder aus den Zellen entlassen.

Hannover. Nach der Hooligan-Schlägerei vor der Gaststätte Bavarium in der Windmühlenstraße (Mitte) am Sonntag (NP berichtete) hat die Polizei die Gewalttäter aus Hannover und Wien am Abend wieder auf freien Fuß gesetzt. „Sie wurden nach und nach einzeln aus dem Gewahrsam entlassen“, sagt Polizeisprecher Mirco Nowak. Gegen die zwölf Männer im Alter von 21 und 55 Jahren laufen nun Ermittlungsverfahren.

Vor dem Spiel 96 gegen VfB Stuttgart waren die Angreifer nach Angaben der Polizei mit Stühlen auf vier bis fünf Stuttgarter Alt-Hooligans losgegangen. Die sollen sich zuvor als friedliche Gäste im Bavarium aufgehalten haben. Bei der Attacke erlitt ein 54-Jähriger aus Baden-Württemberg eine Platzwunde am Kopf. Augenzeugen schockierten die Szenen, die sich am mitten in der City zu besten Tageszeit abspielten.

Zunächst waren die Schläger vom Tatort geflüchtet, sie konnten aber im Bereich Georgswall/Breite Straße gestellt werden. Laut Nowak wurden acht Hannoveraner (21, 22, 22, 22, 30, 33, 40, 44) und vier Wiener (33, 38, 47, 55) in die Gewahrsamszellen am Waterlooplatz gebracht. In jüngerer Vergangenheit waren immer wieder verhältnismäßig junge, gewalttätige 96-Chaoten mit hooligan-ähnlichem Verhalten in Erscheinung getreten. 96-Hooligans, die in den 90er Jahren durch Gewaltexzesse von sich Reden machten, sollen nicht dabei gewesen sein.

Novum für die Polizei am Sonntag: Bei der Schlägerei in der Windmühlenstraße mischten auch Hooligans auch Wien mit. Nach Angaben der Beamten verbindet die 96-er und den Österreicher zwar eine „Koalition“. Diese Fanfreundschaft führe auch regelmäßig zu gegenseitigen Besuchen. Dass sich die Wiener aber an gewalttätigen Auseinandersetzungen in Hannover beteiligen, habe es laut Nowak noch nicht gegeben.

Der Angriff mit Stühlen gegen die Alt-Hools aus Stuttgart brachte den Gewalttätern aus Hannover und Wien am Sonntag mehrere Stunden hinter Gittern bei der Polizei ein und Verfahren: Gegen alle wird inzwischen wegen gefährlicher Körperverletzung und wegen Landfriedensbruchs ermittelt.

Von Britta Mahrholz

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