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WILLKOMMEN: Zahlreiche Garbsener hörten NP-Moderator ChristophDannowski und seinen Gästen zu.

WILLKOMMEN: Zahlreiche Garbsener hörten NP-Moderator Christoph Dannowski und seinen Gästen zu.© Florian Petrow

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NP-Brennpunkt: Wie sicher lebt man in Garbsen?

Brennpunkt Sicherheit in Garbsen: Wohnungseinbrüche haben stark zugenommen, Bürger haben Angst vor Jugend-Gangs. Wie schlimm ist es wirklich? Die NP hat am Mittwoch vor dem Rathaus mit Bürgern und Fachleuten diskutiert.

Garbsen. Bernhard Rozyczka hat Angst. Der 72-Jährige wohnt am Saturnring im Garbsener Stadtteil Auf der Horst. „Viermal haben sie bereits bei mir eingebrochen, zuletzt vergangenes Jahr“, sagt der Rentner.Er bezeichnet die Situation in dem Garbsener Stadtteil als „sehr schlimm“. Bedroht fühlt Rozyczka sich zudem durch Jugend-Gangs. „Die sind auch in kriminelle Machenschaften verwickelt“, glaubt er. Zur Furcht kommt die Wut: „Die Polizei tut zu wenig.“

Der Stadtteil Auf der Horst zählt neben dem Bereich Auf dem Kronsberg (Berenbostel) zu den Kriminalitätsschwerpunkten in Garbsen. Immer wieder waren Stimmen laut geworden, die Polizei müsse hier mehr tun. Die Zahl der Raubüberfälle zeigt zwar eine leicht rückläufige Tendenz, die Wohnungseinbrüche aber haben stark zugenommen: von 109 auf 156 im vergangenen Jahr.

Die Polizei sieht jedoch keinen verstärkten Handlungsbedarf mehr. „In einigen Stadtteilen gibt es stärkere Probleme“, räumt der Leiter der Polizeiinspektion Garbsen, Ulrich Knappe, zwar ein, insgesamt habe sich die Situation aber gebessert, man habe auf Vorfälle in den letzten Jahren reagiert. „Wir haben verschiedene Maßnahmen und Konzepte der Präsenz“, so Knappe. Neben verstärkten Streifenfahrten seien zwei Kontaktbeamte auch zu Fuß an den Brennpunkten unterwegs und kontrollierten verdächtige Personen.

Der Garbsener Bürgermeister Alexander Heuer sieht eine positive Entwicklung: „Wir haben in den letzten Jahren ein gutes Netzwerk aus Akteuren aufgebaut - insbesondere vor dem Hintergrund, den Problemen mit Jugendkriminalität entgegenzuwirken.“ Im Bereich der Jugendhilfe sind mehr als 30 Mitarbeiter im Einsatz.

Florian Dallmann ist Leiter der Jugendhilfe und bestätigt: „Im Bereich Jugendkriminalität haben wir etwa 20 Prozent weniger Fälle - das verdanken wir auch der Präventionsarbeit der Polizei.“ Trotzdem sei die Problematik an den beiden Brennpunkten nach wie vor vorhanden. Wie sieht er das Problem mit Jugend-Gangs? „Wir sehen keine organisierte Kriminalität, aber es passiert schon viel Unsinn“, so Dallmann. Und was tut die Stadt Garbsen konkret? Seit 1997 schon gebe es beispielsweise den Präven-tionsrat. „Wir fördern kontinuierlich Projekte und Angebote in den Schulen zur Gewalt und Suchtprävention - mit Erfolg“, so Geschäftsführerin Barbara Willhauk-Wilken. Positiv schätzt sie auch die stärker werdende Eigeninitiative der Menschen aus den Brennpunkt-Gebieten ein.

Bernhard Rozyczka schütteltam Ende den Kopf: „Für mich hat sich in den letzten Jahren nichts geändert.“

Jana Meyer

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