Die KED wollen in das Klärwerk Bissendorf investieren, um es zu modernisieren. Dabei soll Remondis Aqua als finanzstarker Partner helfen.
Bissendorf. „Das ist ein Gesellschafterwechsel, von dem der Kunde in der Wedemark nichts merkt“, sagte gestern KED-Geschäftsführer Günter Fehr zu dem internen Vorgang, der zum Jahreswechsel vollzogen wurde. Die KED hätten schon mit verschiedenen Anteilseignern zusammengearbeitet. Vertragspartner der Gemeinde bleiben stets die KED.
Dennoch verspricht sich Fehr von Remondis Aqua neue Impulse für die Abwasserbeseitigung in der Wedemark. „Es gibt Ideen, um die Preisstruktur zu stabilisieren oder sogar nach unten zu bewegen“, sagte Fehr. Um dieses Ziel zu erreichen, müsse aber zunächst investiert werden. Dafür sei Remondis Aqua ein starker Partner, der sich in den vergangenen Wochen mit mehreren Firmenzukäufen stark vergrößert habe. Fehr denkt an Umbauten im Klärwerk Bissendorf, dessen Anlagen überwiegend 25 Jahre alt sind. Remondis sei dabei ein Partner, der „mitmacht“, wie Fehr sagte. Der Geschäftsführer machte auch deutlich, dass die KED „gern mit der Gemeinde weiter zusammenarbeiten wollen“.
In jüngster Zeit hatte Wedemarks Bürgermeister Tjark Bartels eine Verlängerung des Betreibervertrages, der in wenigen Jahren ausläuft, infrage gestellt und öffentlich geäußert, die Abwasserreinigung zurück in die Obhut der Gemeinde holen zu wollen. Zuvor hatte es Differenzen zwischen Gemeinde und den KED über eine Gebührenerhöhung gegeben, die schließlich in einem Schiedsgerichtsverfahren geschlichtet wurden.
Günter Fehr kündigte an, dass die KED im nächsten halben Jahr ihre Pläne vorstellen wollen.
Friedrich Bernstorf
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