Neuwarmbüchen. Auf einer Fläche zwischen Neuwarmbüchen und Kirchhorst will ein Investor vier Windräder mit einer Höhe von jeweils 99,7 Meter bauen. Für die Fläche gibt es einen Bebauungsplan, der sie als Vorranggebiet für Windenergieanlagen mit einer Höhenbegrenzung auf maximal 100 Meter ausweist. Das Vorhaben, dort jetzt Windräder zu bauen, wird aber von vielen Neuwarmbüchenern kritisch gesehen.
Die SPD will in der Ortsratssitzung am Mittwoch, 21. September, von der Verwaltung den aktuellen Sachstand vortragen lassen. „Wir wollen den Neuwarmbüchenern die Möglichkeit bieten, über die Presseberichte und Leserbriefe hinaus in der Bürgerfragestunde persönlich Informationen zu bekommen und Fragen stellen zu können“, sagt der SPD-Ortsratsfraktionsvorsitzende Andreas Schütte. Dies gelte besonders für aktuelle Entwicklungen, etwa Absichten des Betreibers zur Veränderung des geltenden Baurechts wie eine Verschiebung des Standortes, Abstände zu Grundstücksgrenzen oder Veränderung der Höhe. Schütte greift damit die Sorgen einiger Einwohner auf, die den Bau von höheren Windrädern befürchten als die bislang zulässigen 100 Meter. Deshalb schwebt der SPD auch eine Erklärung der Verwaltung zur Beibehaltung des geltenden Baurechts und eine Einbindung der Bürger im Falle einer Veränderungsabsicht vor.
Bereits vor einigen Jahren hatte es um das Vorranggebiet für Windenergie harte Auseinandersetzungen gegeben: Gegen den Plan eines Unternehmens, dort 126 Meter hohe Anlagen zu bauen, kämpfte eine Bürgerinitiative. Die Gemeinde hatte die Höhe nicht zuletzt aus Lärmschutzgründen auf 100 Meter begrenzt – und erhielt dafür 2006 vom Oberverwaltungsgericht Rückendeckung.
Seitdem habe niemand mehr das Vorranggebiet auf der Agenda gehabt, um weiterhin eine Verlegung an einen sinnvolleren Standort voranzutreiben, räumt Schütte ein. Die Sitzung beginnt um 18 Uhr im Haus der Begegnung.
Thomas Tschörner
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