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Burgwedels größter Baustelle

Millionenprojekt liegt im Zeitplan

Auf Burgwedels größter Baustelle am künftigen Zentralklärwerk kehren am Montag die Handwerker zurück. Trotz kurzer Weihnachtspause liegen die Arbeiten gut im Zeitplan.
Außer dem Baukran bekommen Spaziergänger von der Baustelle nur das neue Betriebsgebäude zu sehen.

Außer dem Baukran bekommen Spaziergänger von der Baustelle nur das neue Betriebsgebäude zu sehen.

© Martin Lauber

Grossburgwedel. Ein Bauwerk springt Spaziergängern auf dem Mühlenbruchdamm im Norden der Kernstadt sofort ins Auge: Im neuen Betriebsgebäude – Arbeitsplatz für ein künftig fünfköpfiges Team – sind die Räume zum Teil von innen bereits verputzt, jetzt folgen Fußbodenheizung und -beläge.

Herzstück wird eine komplett neue elektronische Schaltwarte, in die alle Messdaten digital eingespeist werden und von der aus die Technik der Anlage automatisiert gesteuert werden wird. Aus dem benachbarten alten Betriebsgebäude, das künftig nur noch als Lager dienen soll, zieht auch das Labor in den Neubau um.

Mit dem geplanten Anschluss der Kanalisation von Engensen, Wettmar und Thönse muss das Klärwerk künftig 7500 Einwohnerwerte zusätzlich bewältigen. Auch für die Kernstadt muss erweitert und ein Puffer vorgesehen werden für den möglichen Anschluss Fuhrbergs. Künftige Kapazität: 28.000 Einwohnerwerte.

Das Sieben-Millionen-Euro-Projekt schlägt sich mit einer mehr als 20-prozentigen Gebührenerhöhung nieder. Größer Kostenfaktor sind zwei zusätzliche Klär- und ein Belebbecken – zwei riesige Tröge aus Beton mit einem Durchmesser von 35 Metern, die ihre Dichtigkeitsprüfung vor der Weihnachtspause bestanden haben. Um sie gegen die Auftriebskräfte des steigenden Grundwassers zu sichern, sind sie zurzeit mit Wasser gefüllt. Dieses muss im Frühjahr aber für den Einbau von Rührwerken und Belüftern noch einmal abgelassen werden.

Weil das erneut eine Absenkung des Grundwassers erfordert, „werden wir das konzentriert durchziehen“, kündigt Oliver Götze von der Stadtverwaltung an.

Für den Bau kleinerer Verteilerbauwerke bleibe indes ein Zeitfenster von drei bis vier Wochen, in denen die Pumpen noch ruhen dürfen.

Seit auf der Klärwerksbaustelle die Pumpen ruhen, ist dort der Grundwasserpegel nach Aussage der Stadt um 75 Zentimeter angestiegen. Der etwa 800 Meter entfernte Springhorstsee, der sich im Absenktrichter befindet, verliert zwar seit dem 14. Dezember kein Wasser mehr. Die Wende – ein wieder steigender Pegel – ist trotz Niederschlägen bisher ausgeblieben.

martin lauber


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