Der Regierende Kommendator der hannoverschen Genossenschaft des Johanniterordens, Joachim von Einem (von links), gratuliert zum Generationswechsel von Friedrich Engeling zu Philipp von Badewitz.
Burgwedel. Wahrung des Glaubens und Hilfe dem Bedürftigen: Diesem Gründungsauftrag fühlen sich seit 1013 Jahren die Ritter des Johanniterordens verpflichtet, deren Welt sich in Genossenschaften und Subkommenden gliedert. 3300 Ritter gibt es in Europa und Übersee. 30 von ihnen haben sich der in den siebziger Jahren gegründeten Subkommende Burgwedel angeschlossen, die am Donnerstagabend Besuch bekam von Ordensbrüdern aus Hannover und Hildesheim, Calenberg und Braunschweig – viele mit einem „von“ im Namen.
Der Landessuperintendent von Ostfriesland, Detlef Klahr – auch er ein Johanniter und ehemals Pastor in Isernhagen – hielt gemeinsam mit St.-Petri-Pastorin Bodil Reller einen feierlichen Gottesdienst anlässlich des Stabwechsels.
Nach 13 Jahren als Subkommendeleiter hat mit Friedrich Engeling ein besonders gut vernetzter Mann das Amt in jüngere Hände gelegt. Der Kleinburgwedeler ist Vorsitzender des Kirchenkreistages und Kirchenvorstandsvorsitzender von St. Petri. Johanniter-Sein und christliches Engagement seien eins für ihn, sagt der 65-Jährige. Bei der Erfüllung seiner selbst gewählten Aufgabe habe er möglichst aus dem Hintergrund gewirkt – so bei der Unterstützung des in Burgwedel wohl bekanntesten karitativen Johanniter-Engagements: der Ostpreußenhilfe von Christian Meyl. Der pensionierte Arzt ist alle zwei Monate mit einem voll bepackten VW-Bus unterwegs, um Hilfsgüter nach Polen zu bringen. Dafür hatte er den Förderverein für Johanniter-Sozialstationen in Ostpreußen gegründet.
Nachfolger von Engeling ist Philipp von Badewitz. Der 44-Jährige ist seit fünf Jahren Ordensritter. Getreu den Johanniter-Grundsätzen sagte er ja, als ihm die Leitung der Subkommende angetragen wurde. „Man darf vor den Ämtern nicht weglaufen“, sagt der Unternehmer. Ehrenamtlich engagiere er sich bisher im Kirchenkreis in Mecklenburg, in dem das Herrenhaus derer von Badewitz liegt, das heute ein Bruder als landwirtschaftlichen Betrieb führt. Als „kleineres Zahnrad“ unterstütze er zudem Meyls Ostpreußenhilfe. Vorgenommen hat sich von Badewitz, jüngere Ritterbrüder, die beruflich stark eingespannt sind, stärker in die Arbeit einzubinden.
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