Nach der Zerstörung des umstrittenen Mahnmals für die Opfer der NS-Zeit sucht die Polizei die Täter jetzt in der linksautonomen Szene.
Die Ermittlungen liefen verstärkt in diese Richtung, sagte eine Polizeisprecherin am Montag. Das Mahnmal war Mitte November auf einem Friedhof enthüllt und bereits kurze Zeit später zerstört worden. Zuvor hatten insbesondere jüdische Verbände heftige Kritik daran geübt, weil neben den Namen von jüdischen Opfern, Soldaten und polnischen Zwangsarbeitern trotz räumlicher Trennung auch die Namen von einigen Angehörigen der Waffen-SS stehen sollten.
An der Stelle der zerstörten Gedenktafeln soll wieder ein Mahnmal errichtet werden. Wie und in welcher Form, steht nach Angaben des Bürgermeisters von Burgwedel, Hendrik Hoppenstedt (CDU), aber noch nicht fest. „Die Straftäter dürfen keinen Erfolg haben und uns diktieren, wie man mahnt, damit sich das dunkelste Kapitel deutscher Geschichte niemals wiederholt“, sagte der Bürgermeister. Er will nun in den entsprechenden Gremien über den Wiederaufbau diskutieren.
Die geplante Nennung von Angehörigen der Waffen-SS gemeinsam mit jüdischen Opfern hatte zu Differenzen zwischen der Stadt und jüdischen Verbänden geführt. Diese hatten durchgesetzt, dass die beiden jüdischen NS-Opfer nicht erwähnt werden, um jede räumliche Nähe zu den SS-Männern zu vermeiden. Die Stadt hatte einer erneute Untersuchung der Vergangenheit der Waffen-SS-Männer in Auftrag gegeben.
lni
| Städtewetter |
| Ihre Stadt/Ihr Ort |
Tagestemperatur |
|
Nachttemperatur |
|
Regenprognose |
|
Windstärke |
|
Pollenflug |
|