Marco Tornier und Michaela Naehrig-Treleberg räumen die Abdeckungen ab, die im Winter die Beckenköpfe vor Frostschäden geschützt haben.
Bei der Familiensaisonkarte fällt der Dreh an der Preisschraube mit 67 Prozent besonders heftig aus. Sie war bisher nur zehn Euro teurer als die Einzelsaisonkarte, deren Preis der Rat jetzt um 20 Prozent auf 60 Euro angehoben hat. CDU-Fraktionschef Thorsten Rieckenberg (CDU) sagte, damit werde die Tarifstruktur gerechter.
Einzeltickets kosten künftig ermäßigt zwei statt 1,50 Euro, für Erwachsene 2,50 Euro statt bisher zwei Euro. Spätschwimmer zahlen 1,50 statt einen Euro.
Dass die stärkste Erhöhung die Familien betrifft, kritisierte SPD-Fraktionschef Hans-Joachim Papenburg. „Auch wir würden eine angemessene Anhebung mittragen“, sagte er – aber nicht zu Lasten der Eltern, die mit der Kindererziehung besondere Lasten trügen. Sie hätten Unterstützung verdient.
WEB und Grüne hatten indes keine Probleme mit den neuen Tarifen. Sie seien in sich „viel stimmiger", sagte Heinz Visel (Grüne). Bürgermeister Hendrik Hoppenstedt (CDU) warf der SPD vor, sie erwecke den Eindruck, als ob es sich bei der Preiserhöhung um einen „sozialen Kahlschlag“ handele. Vielmehr sei der Familientarif bisher zu niedrig angesetzt gewesen. Bei maximaler Ausnutzung der 150 Öffnungstage hätten Mitglieder einer vierköpfigen Familie bisher nur zehn Cent pro Badbesuch bezahlt, erwachsene Saisonkarteninhaber dagegen das Dreieinhalbfache.
Auch nach der Preisanhebung werde die Stadt den laufenden Badbetrieb noch mit mit circa 220 000 Euro pro Jahr bezuschussen – nicht mitgerechnet Investitionen wie die halbe Million Euro, die seit 2008 für neue Reinigungstechnik, Planschbecken, Strandfußballplatz, Sonnenschirme und Liegen ausgegeben wurden.
In einem Punkt brachte die SPD-Fraktion die Ratsmehrheit inklusive Bürgermeister doch ins Grübeln. Dass – anders als beispielsweise in Springe, Lehrte oder Wunstorf – Eintritt selbst für Kleinkinder erhoben wird, sei nicht in Ordnung, sagte Ratsherr Rudolf Gutte. Über seinen Antrag, Kinder bis zwei Jahren von Gebühren freizustellen, wollen die Fraktionen jetzt intern beraten.
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