Zur Maisernte 2010 soll der erste Strom ins Netz eingespeist werden: Mit einem 24:4- Stimmen-Votum hat der Realverband die aus Betreibersicht letzte Unwägbarkeit ausgeräumt. Wie der Vorsitzende Heinrich Brenneke sagt, soll für 32.000 Euro der zweite Parallelweg hinter der Bebauung auf 200 Metern Länge asphaltiert werden, damit das Gros der Maistransporte zur Biogasanlage via Neuwarmbüchener Straße von Süden, also von der dorfabgewandten Seite aus, erfolgen kann.
Zur Ortschaft hin soll eine quergestellte Halle die Bioreaktoren abschotten. Betreiber Christian Büchtmann und seine beiden Kompagnons wollen nun zwei Fermenter- und ein Substratbecken mit Durchmessern von 24 bis 30 Metern 70 Meter südlich des ersten Querweges platzieren. „Wir haben versucht, die Becken noch weiter nach Süden zu rücken, aber wegen des Gefälles im Gelände geht das nicht“, sagt der Milchbauer.
Aus Sicht der Bürgerinitiative, die sich Mitte Oktober locker gegründet hatte und unter www.thoense.info im Internet ihr Anliegen publiziert, hätten sich in einem Gespräch mit den drei Betreibern die Fronten eher verhärtet, sagte Jürgen Schröder. Von der neutralen Position des Ortsbürgermeisters gegenüber der absehbaren Landschaftszerstörung und der von der BI befürchteten Geruchs- und Verkehrsbelastung sei man enttäuscht. Auch ein Gespräch mit Burgwedels Bürgermeister hat die BI nicht weitergebracht. Hendrik Hoppenstedt sieht die Rechtsposition der Stadt im Genehmigungsverfahren für die privilegierte Anlage als schwach an – und keine Gründe, das Einvernehmen zu verweigern. Nur soviel verspricht er: „Wenn der Bauantrag vorliegt, werden wir ihn sorgfältig prüfen.“
Die nächste BI-Versammlung beginnt am Montag, 16. November, um 19 Uhr im SSV-Heim.
von Martin Lauber
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