Tobias Kiel (von links), Michael Schöpe, Timo Klemm, Johannes Gruber und Tobias Wunschik überzeugen mit komödiantischem Witz und harmonischem Gesang.
Sie begannen eindrucksvoll mit „A Thousand Miles“ nach dem Original von Vanessa Carlton. Jeder Ton saß. Der Gesang war synchron und die Harmonie der fünf Männerstimmen perfekt.
Ihr Vorbild sind die legendären Comedian Harmonists. Allerdings agierten die Nachfolger absolut minimalistisch ohne Klavierbegleitung. Auf akustische Verstärkung des Gesangs wurde verzichtet. Die maßgeschneiderten Arrangements bekannter Hits setzten auf Vokalartistik. Da wurde gesäuselt, geschnalzt und gezischt, um einfach nur den Klang zur Geltung zu bringen.
Tobias Wunschik (Bass) und Johannes Gruber (Bariton) fiel überwiegend die Rolle zu, ein Orchester lautmalerisch zu imitieren. Sie bildeten ein rhythmisches Grundgerüst, auf dem sich die Tenöre Tobias Kiel und Michael Schöpe sowie Countertenor Timo Klemm mit Gesang und perkussiven Effekten ausleben konnten. So wurde den Coverversionen ein ganz eigener musikalischer Stempel aufgedrückt.
Im ersten Teil des Konzertes dominierten ruhige Repertoirestücke. Konzentriert lauschten die Zuhörer unter anderem George Michaels „Faith“ aus den Achtzigern sowie Filmmelodien wie „When You Say Nothing At All“ und „Maniac“.
Erst nach der Pause entfalteten die fünf Entertainer ihren komödiantischen Witz und überspielten mit Charme, technischer Eleganz und gekonnten Tanzeinlagen kleine gesangliche Unsauberkeiten in der Tenorlage. Bei dem Toto-Hit „Rosanna“ wurde geklatscht, mit der Sambaeinlage zu „Juegalo“ rissen sie schließlich alle mit.
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