Der Asbestberg in Luthe, mit Müll davor, liegt direkt neben einem Gewerbebetrieb.
Wunstorf. „Wunstorf nimmt Schaden.“ Das meint der erste Bürger der Stadt, Rolf-Axel Eberhardt. Bei der dauernden Berichterstattung entstehe der Eindruck, es sei alles verseucht, befürchtet der Bürgermeister. Was dagegen getan werden könne, weiß Eberhardt aber auch noch nicht. Ihn ärgert es, dass der Imageschaden ohne Zutun der Stadt entsteht.
Er sieht das Land Niedersachsen in der Pflicht. Eberhardt kritisiert, dass Ministerpräsident David McAllister sich in der Frage der Asbesttransporte völlig zurückhält. Mit Blick auf die Weigerung der Länder Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, den Asbestschlamm aus Luthe anzunehmen, obwohl es Zusagen gab, appelliert Eberhardt an das Land Niedersachsen. Es dürfe doch nicht sein, dass zwei Bundesländer sich aus der föderalen Solidargemeinschaft zurückziehen.
Das Land hält sich nach wie vor zurück. Bevor das Gutachten aus Mecklenburg-Vorpommern nicht in Hannover vorliege, gebe es keine Stellungnahme. Das noch nicht fertige Gutachten war am Dienstag der Grund für die Landesregierung in Schwerin, die Transporte auf die Sondermülldeponie Ihlenberg zu untersagen. Schleswig-Holstein hatte sich dem angeschlossen. Dort soll auch ein Teil des Schlamms deponiert werden.
Was das Imageproblem angeht, ist Luthes Ortsbürgermeister Erich Harms (SPD) optimistischer. Luthe sei ein beliebter Zuzugsort, und er habe noch nicht beobachtet, dass sich das ändere. Er sehe eher ein Problem für die Gesamtstadt, weil in Berichten über die gefährlichen Rückstände der Fulguritproduktion in überregionalen Medien eher von Wunstorf und nicht vom Ortsteil Luthe die Rede sei.
Albert Tugendheim
| Städtewetter |
| Ihre Stadt/Ihr Ort |
Tagestemperatur |
|
Nachttemperatur |
|
Regenprognose |
|
Windstärke |
|
Pollenflug |
|