Vor einer Annahme des Sondermülls aus Luthe wären in Kolenfeld Baumaßnahmen nötig.
Wunstorf. CDU-Fraktionschef Eberhard Wicke hatte die Variante des Transports nach Kolenfeld bereits vor einigen Monaten vorgeschlagen. Vor einer Annahme des Sondermülls wären in Kolenfeld Baumaßnahmen nötig, die „nach einer ersten groben Schätzung“ zehn Millionen Euro kosten könnten, erläuterte Priebs. „Dafür gäbe es keine Zuschüsse“, sagte er. Zum Vergleich: Die Kosten für den geplanten, aber vor dem Scheitern stehenden Transport auf zwei Deponien im hohen Norden der Republik waren auf rund neun Millionen Euro beziffert worden. Vier Millionen Euro davon kämen vom Land und der EU.
Dennoch werde eine Einlagerung auf der Deponie Kolenfeld vonseiten der Regionsverwaltung derzeit nicht untersucht, stellte der Umweltdezernent klar. Es gebe schließlich den Auftrag der Regionsversammlung, die 170.000 Tonnen Abfälle aus der Asbestproduktionen der ehemaligen Fulgurit-Werke auf geeignete Sondermülldeponien zu transportieren. Die Regionsverwaltung sei daran interessiert, den Umweltschaden so schnell wie möglich zu beseitigen.
Im Landessozialministerium in Hannover werde an einer Einschätzung des Gutachtens aus Mecklenburg-Vorpommern gearbeitet, das zur Absage der Transporte geführt habe, sagte Priebs. Diese Einschätzung will der Dezernent zunächst abwarten. Am 27. Februar tagt der Umweltausschuss des Landtages erneut zu diesem Thema. Die Region ist aufgefordert, an diesem Tag alternative Einlagerungsmöglichkeiten für den Asbestmüll vorzustellen.
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