Der BUND will die Asbesttransporte aus Wunstorf komplett stoppen.
Wunstorf-Luthe. „Wir fordern die komplette Absage der Transporte“, sagte Arndt Müller vom BUND Mecklenburg-Vorpommern. Die Region Hannover will rund 280.000 Tonnen Asbestabfälle mit rund 7000 Lastwagenladungen von Wunstorf-Luthe zu zwei Sondermülldeponien in Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein transportieren.
Auf der Seite www.bund-mv.de können Bürger einen Protestbrief unterschreiben, der sich an die Ministerpräsidenten von Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern sowie an das Gewerbeaufsichtsamt Hannover als Genehmigungsbehörde richtet. Darin fordern die Unterzeichner die Verantwortlichen auf, sich für eine dauerhafte Sicherung des Materials am bisherigen Standort in Wunstorf-Luthe einzusetzen. Der BUND verweist auf ein Gutachten der Region Hannover dem zufolge eine Sicherung der Asbestrückstände vor Ort rund drei Millionen Euro kostet, während der Transport von der Region mit acht Millionen Euro veranschlagt wird.
Durch den Transport würden die Menschen beim Abbaggern der Halde, während der Lastwagenfahrten und beim Abschütten auf den Deponien vermeidbaren gesundheitlichen Gefahren ausgesetzt, sagte Müller. Bereits wenige eingeatmete Asbestfasern reichten aus, um das Risiko für eine Lungenkrebserkrankung deutlich zu erhöhen. Eine juristische Prüfung der Asbest-mülltransporte, wie von der Landesregierung in Schwerin in Auftrag gegeben, reiche nicht aus, sagte Müller. „Rechtsanwälte können nicht bewerten, ob es zu gesundheitlichen Gefahren für die Bevölkerung kommt.“
Unterdessen sammeln die Grünen weiter unter www.gruene-hannover.de/land Unterschriften für eine Landtagspetition in Niedersachsen.
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