Die Bürgerinitiativen wollen jetzt bei den Gesundheitsministerien der beteiligten Bundesländer toxikologische Gefährdungsanalysen beantragen.
Wunstorf-Luthe. Das hat Klaus Koch vom Umweltnetzwerk Hamburg angekündigt, der die Arbeit der Bürgerinitiativen koordiniert. Es sei bislang überhaupt nicht untersucht worden, welche Gefahr vom Abtrag der Halde mit krebserregendem Asbestschlamm, dem rund 300 Kilometer langen Transport durch Norddeutschland und dem Abkippen auf den zwei Sondermülldeponien ausgehe, sagte Koch. Er kündigte an, sofort gegen den Transport zu klagen, falls er gestartet werden sollte.
Der Umweltexperte zeigt sich darüber verwundert, dass sich die niedersächsische Landespolitik gar nicht mit dem Thema befasse. In den beiden Parlamenten von Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein war der Transport von den Abgeordneten diskutiert worden, und bei den Politikern war erheblicher Widerstand deutlich geworden. „Komisch ist, dass in Niedersachsen einfach gar nichts stattfindet“, sagte er. Koch kritisierte in diesem Zusammenhang auch die Grünen. „Die sind unfähig, mit dem Thema umzugehen“, sagte er.
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