Nach der Operation am Auge kann Kawshyla wieder die Buchstaben erkennen.
Hemmingen. Nach dem Bürgerkrieg und den Folgen der Tsunami-Katastrophe vor zehn Jahren ist Sri Lanka eines der ärmsten Länder der Welt – mit entsprechender medizinischer Versorgung auf dem Land. Ärzte aus der Hauptstadt Colombo kommen deshalb in die extrem unterversorgten Gebiete des Inselstaates. Ein besonderes Problem seien Augenerkrankungen, berichtet Andreas Müller, der den Verein mit Hemminger Wurzeln als deutschen Ableger eines Hilfeprojekts in Colombo 1999 ins Leben gerufen hat. Eine Operation am Auge koste 70 bis 90 Euro. „Viele Familien können das aber nicht aufbringen.“ Im Zuge des „Cataract-Projekts“ hilft Ward 25 finanziell, um Kindern das Augenlicht zu erhalten oder zurückzugeben. Die Ärzte operieren in Krankenhäusern oder Praxen.
Bei den zahnärztlichen Untersuchungen, die der Verein organisiert, sei das wesentlich anders: „Da werden die Klassenzimmer zu Praxisräumen“, sagt Müller. Die Mediziner behandeln nicht nur, sie geben auch Informationen über Zahnpflege und Vorsorge.
Weiterer Schwerpunkt ist die Unterstützung von kleinen Schulen. Diese verfügen nach Angaben Müllers oft nicht über Trinkwasser und Elektrizität. Es mangele an Räumen, Lehr- und Lernmitteln und anderer elementarer Ausstattung. „Wir geben aber auch Unterstützung, um bei den Kindern die Persönlichkeiten auszuprägen.“ Dabei helfen jetzt auch Kunstklassen, für die Ward 25 die Ausstattung stellt.
Von Anfang an im Zentrum stehen die Patenschaften, die Ward 25 vermittelt. Für 25 Euro monatlich fördern die Paten Kinder, übernehmen die Kosten für Schule oder Ausbildung. 45 Patenkinder betreut der kleine Vereine aktuell, die regelmäßig ihren Paten in Briefen aus ihrem Leben erzählen.
Wer Kontakt mit dem Ward 25 aufnehmen möchte, kann sich an Andreas Müller, E-Mail andreas@muellersplace.de, wenden.
Stefan Vogt
| Städtewetter |
| Ihre Stadt/Ihr Ort |
Tagestemperatur |
|
Nachttemperatur |
|
Regenprognose |
|
Windstärke |
|
Pollenflug |
|