Ausblick: Vier Haltestellen haben die Planer für die Stadtbahn in Hemmingen-Westerfeld vorgesehen. Von der Park-and-ride-Anlage ist eine Verlängerung nach Arnum möglich. Ob die Bahn dann in der Mitte oder an einer Seite der alten Bundesstraße fährt, wie auf der Trans-Tec-Visualisierung auf dem Bild unten, ist noch nicht entschieden.
Hemmingen-Westerfeld. So hat der neu gegründete Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt des Hemminger Rats gleich in seiner ersten Sitzung eine volle Dröhnung Zukunftsmusik zu hören bekommen. Anlass ist das Genehmigungsverfahren für den zweiten Bauabschnitt der Stadtbahnverlängerung, das die Infrastrukturgesellschaft Region Hannover in der Mitte des nächsten Jahres einleiten will.
Christian Weske von der Region Hannover rechnet mit einem schnellen Abschluss des Verfahrens für den ersten Abschnitt der neuen Linie von der Wallensteinstraße zur Saarstraße. Von dort führt der zweite Planungsabschnitt über 1760 Meter Länge zum Endpunkt Hemmingen, südlich der Weetzener Landstraße. Dort entsteht eine Umsteigeanlage mit Parkplätzen für Autos und Radfahrer, der Wechsel vom Bus in die Bahnen erfolgt auf einem überdachten Bahnsteig. Die Planer haben auch an die Möglichkeit gedacht, die Linie nach Arnum verlängern zu können, ohne den Knoten umbauen zu müssen.
Wie die Stadtbahn dorthin gelangt, ist nun Gegenstand der Planung. Zahlreiche Zufahrten im nördlichen Bereich von der Saarstraße zum Kirchdamm zwingen die Trasse in die Mittellage, ab Berliner Straße könnte sie indes wahlweise seitlich im östlichen Bereich verlaufen. „Dort gibt es keine Parkplätze“, erläuterte Weske. Also wäre Platz für einen eigenen Gleiskörper. Dieser rücke aber in die Nähe der Bebauung zwischen Bundes- und Sundernstraße.
Mittel- oder Seitenlage? „Wir haben da keinen Favoriten“, sagte Weske. Abzuwägen seien Belastungen durch Lärm und Erschütterungen sowie die Wirtschaftlichkeit der Trassenführung. Es fehle aber noch eine detailgenaue Planung. „Die Meinung Hemmingens ist das Zünglein an der Waage.“
Deshalb gebe es ein „warm up“ im Ausschuss, um auf das Thema einzustimmen. Weske hat einen optimistischen Zeitrahmen vorgelegt: Mitte 2012 soll der Finanzierungsplan für die Stadtbahn vorliegen, bei einem Baubeginn der B-3-Umgehung 2013 („Das haben wir nicht in der Hand“) könnte die Arbeit an den Gleisanlagen 2015 beginnen.
Die Zeit drängt. 2019 muss das Projekt abgeschlossen sein. Sonst gehen mögliche Zuschüsse vom Bund verloren.
Stefan Vogt
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