Spenden für Kinderheime: Hemmingen-hilft-Initiator Christian von Oheimb will möglichst eine breite Unterstützung für das Hilfsprojekt der Unternehmen.
Hemmingen. Die Idee sei am Biertisch mit befreundeten Unternehmern entstanden, erzählt der Wilkenburger. Blaupause für die Aktion ist der Wunschbaum zu Weihnachten. Möglichst flächendeckend in Einzelhandelsgeschäften, Handwerksbetrieben und bei Dienstleistern will die Initiative 200 Karten verteilen, die dort ausgelegt werden. Auf jeder einzelnen äußert ein Kind aus einem Kinderheim in Bulgarien einen Wunsch mit einem Wert von höchstens 15 Euro. Wer spenden will, kauft eine Karte, die dann an den Verein zur Förderung bulgarischer Kinderheime geht. Dieser leitet das Geld weiter an ein Heim in Plovdiv. Dort kaufen die Mitarbeiter die Geschenke ein.
Die Situation in den Heimen ähnele der in Rumänien Ende der neunziger Jahre, sagt von Oheimb. Die Häuser seien marode. Verdreckte Toiletten, einsturzgefährdete Dächer und mangelnde finanzielle Ausstattung normal. Die Kinder, die in den Heimen leben, seien traumatisiert von häuslicher Gewalt und Missbrauch, manche hätten die Eltern nach der Geburt im Krankenhaus zurückgelassen. Der Berliner Verein sei eine der wenigen Hilfsorganisationen, die sich dieser Situation angenommenen haben. Er erfülle die Kriterien, um Unterstützung der neuen Initiative zu bekommen: Ein seriöses Projekt mit Spendensiegel, engagiert und erfahren. Im nächsten Jahr sollten Spenden an eine andere Aktion fließen.
Hemmingen hilft schafft von der Idee her eine Situation, in der alle profitieren. Die Kinder sowieso, aber auch die beteiligten Unternehmen. Sie könnten mit der Teilnahme zeigen, dass sie sich auch für soziale Belange einsetzen. „Sie brauchen keinen Aufwand zu betreiben“, erläutert von Oheimb. Und sie nehmen in der Vorweihnachtszeit auch einen Werbeeffekt mit. Mit Sachspenden könnten sich auch die Betriebe beteiligen.
Mitte November gehen Prospekte mit weiteren Informationen an alle Haushalte der Stadt. Darin erläutern die Macher das Verfahren genauer. Sie stellen darin auch die 15-jährige Dafine vor, die sich in einem der Heime um ihre fünf kleineren Geschwister kümmern muss.
Stefan Vogt
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