Zugriff auf ein neues Thema: Sarah sucht sich beim Energie-Memory eine neue Karte aus.
Hemmingen-Westerfeld. Schön warm sieht die Badewanne auf der Memory-Karte aus, die umgedreht auf dem Tisch liegt. Schaum türmt sich, und ein kleines Mädchen linst hinter der Krone hervor. Schön und gut, sagt Marco Tadday in die Runde der Drittklässler in der Grundschule am Köllnbrinkweg. Aber so ein Bad verbrauche sehr viel Wasser und Energie, Duschen sei da viel günstiger. Also passt die Karte Duschen zur Karte Baden. Fertig ist das Pärchen. Umweltschutz und Energieeinsparung ist das Thema des Energie-Memorys, dass drei Schüler des zwölften Jahrgangs der KGS Hemmingen mit den Acht- bis Neunjährigen spielen.
Das ist mehr als bloße Spielerei. Das Kartenspiel solle ein Anlass sein, über die Umweltthemen ins Gespräch zu kommen, erläutert Helga Bertram, Klassenlehrerin der 3a. Also Duschen statt baden, Strom sparen und richtig lüften. „Darauf sollen die Kinder dann auch später achten“, sagt die Pädagogin. Bei Fragen, die sich beim Spielen ergeben, sollen die älteren Schüler – neben Marco Tadday sind es Philipp Mehrfeld und Joas Amtsfeld – Hilfestellung geben. Insgesamt sind zwölf KGS-Schüler in dieser Woche unterwegs gewesen, um in Gruppen mit jeweils sechs Jungen und Mädchen Energie-Memory zu spielen.
„Die Idee ist, über Aufklärung Erfolge zu erzielen“, unterstreicht Lara Hübner, die in der Stadtverwaltung für das Energiesparprojekt 50/50 zuständig ist. Sie hat das Memory entwickelt und Anfang das Jahres bereits in Kindertagesstätten erprobt. „Das Spiel gibt die Möglichkeit, das Spektrum der Themen weit zu fächern“, sagt sie.
Stefan Vogt
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