Claus Schacht setzt sich für die Ortsumgehung Hemmingen ein.
Hemmingen. Hilferuf aus dem Hemminger Rathaus: „In tiefer Sorge“ hat sich Bürgermeister Claus Schacht in einem Schreiben an den niedersächsischen Verkehrsminister Jörg Bode gewandt. Es gehe um eine elementare Bitte für die weitere Entwicklung der Stadt.
Die gesamte Ansiedlung von Gewerbe, Einzelhandel und Wohnungsbau der vergangenen Jahre sei auf Basis der Annahme geschehen, dass die Ortsdurchfahrten verlegt werden, schreibt Schacht. Die Kommune habe nahezu 300.000 Quadratmeter Gewebe- und Einzelhandelsflächen entwickelt. Ohne eine Ortsumgehung wäre dies am Ende eine fatale Fehlentwicklung, befürchtet der Bürgermeister. Die jetzigen Verkehrsströme seien nicht entsprechend zu steuern.
Die Belastung der betroffenen Anwohner sei auf einem unerträglichen Niveau angelangt. „Hier ist dringend eine kurzfristige Lösung unabdingbar“, betont Schacht. Bode solle sich persönlich für die Finanzierung der Projekte einsetzen, bittet der Bürgermeister. „In der jetzigen Situation ist ein Ministerwort unabdingbar.“
Baldiger Start der Bauarbeiten scheint ausgeschlossen
Er sehe es als Fakt an, dass es ohne einen baldigen Baubeginn der Umgehungsstraße auch keinen Stadtbahnanschluss für Hemmingen gibt, schreibt der Bürgermeister. Die Verlängerung der Bahnlinie sei für die Wirtschaftlichkeit des Gesamtvorhabens Straße und Schiene eine zwingende Voraussetzung.
Nach den Aussagen des Bundesverkehrsministers sei aber mit einem baldigen Start der Bauarbeiten für die Umgehung nicht zu rechnen. Sollte dies so bleiben, sei die weitere Beschäftigung mit dem Thema Ortsumgehung überflüssig, schreibt Schacht.
Von Stefan Vogt
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