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Ansprache beim Neujahrsempfang

Sidortschuk bleibt skeptisch wegen Megahub-Anlage

Beim Neujahrsempfang der Stadt Lehrte hat Bürgermeister Klaus Sidortschuk (SPD) am Freitagabend Skepsis im Hinblick auf den geplanten Bau der Megahub-Anlage geäußert: Er halte sich mit dem Jubel noch zurück, sagte er.
Bei der Ansprache des Bürgermeisters tritt beim Neujahrsempfang der Lehrter Stadtverwaltung erstmals der im September 2011 neu gewählte Klaus Sidortschuk ans Rednerpult.

Bei der Ansprache des Bürgermeisters tritt beim Neujahrsempfang der Lehrter Stadtverwaltung erstmals der im September 2011 neu gewählte Klaus Sidortschuk ans Rednerpult.

© Gückel

Lehrte. Rund 340 Gäste aus Politik, Wirtschaft, Sport und Gesellschaft begrüßte die Stadtverwaltung beim Neujahrsempfang im Kurt-Hirschfeld-Forum. Zum Programm gehörte auch diesmal eine Ansprache des Bürgermeisters über das vergangene Jahr.

„Ich halte mich mit dem Jubel noch zurück und bin gespannt auf die weitere Entwicklung“, sagte Sidortschuk im Hinblick darauf, dass es zwar Zusagen des Bundes und der Bahn gibt, in diesem Jahr den 100 Millionen Euro teuren Containerumschlagbahnhof Megahub zu bauen, dass aber derartige Zusagen auch schon kassiert worden waren. Und: „Ich möchte auch unsere Sorge aufzeigen, die der zusätzliche Verkehr weckt. Die alten Prognosen dürften überholenswert sein, und in ganz Lehrte und rund um Ahlten ist es auch ohne Megahub schon nicht zum Besten gestellt.“

Der im September als Bürgermeister neu gewählte Sidortschuk lobte die Arbeit seiner Vorgängerin Jutta Voß und sprach vom „Engagement und den Leistungen einer herausragenden Frau“. Auch lobte er die Fairness des Kommunalwahlkampfs. Als Schreckensereignisse des Jahres nannte er die Drohungen gegen die koptische Gemeinde, die Mordserie des Zwickauer-Neonazi-Trios und den Umstand, dass sich in Arpke vermutlich eine NPD-Ortsgruppe gegründet habe.

Die Brache am Wasserturm bekomme mit dem Bau des Obi-Baumarkts „ein völlig neues Gesicht“, sagte Sidortschuk. „Ich sehe immer noch hier und da ein Schmunzeln, wenn über die Eröffnung von Obi gesprochen wird“, sagte er in Anspielung darauf, dass mit ihm bei der Eröffnung ein Bürgermeister das rote Band durchschneiden würde, der zuvor zu den entschiedenen Gegnern des Projekts gehört hatte. „Aber die Ansiedlung wurde beschlossen. Ich werde mich dafür einsetzen, dass zwischen Obi und der Stadt eine genauso gute Partnerschaft erwächst wie sie zwischen uns und vielen anderen Betrieben besteht.“

Eike Brunhöber


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