Das Land sieht keine Notwendigkeit, den Überweg in Sorgensen mit einer Fußgängerampel zu sichern.
Die Sorgenser fordern seit Langem eine Fußgängerampel und begründen das nicht zuletzt mit vermehrtem Verkehrsaufkommen nach Fertigstellung der Nordumgehung. Nach den für Überwege geltenden Richtlinien reichen die Zahlen aber nicht aus, hat Petra Schröder von der Landesbehörde auf Anfrage mitgeteilt und angekündigt, dass die Zählergebnisse vom 25. November 2009 demnächst der Stadt übermittelt werden. An jenem Mittwoch seien in der Spitze von 12 bis 13 Uhr zwar 89 Fußgänger (davon 29 Kinder), allerdings nur 302 Auto registriert worden. Mehr als 700 in der Stunde hätten es aber sein müssen, um eine Ampel zu rechtfertigen. Behördenchef Joachim Ernst stellte klar, dass das Land aus Kostengründen nichts mache, was es nicht müsse.
Sorgensens Ortsvorsteher Walter Degenhard ist enttäuscht und meint, dass die Stadt vielleicht mit einer nicht mehr benötigten Ampel einspringen kann. Selbst wenn man eine beim geplanten Umbau der Innenstadtstraßen überzählige Ampel nehmen würde, koste das leicht 10.000 Euro, sagt Bürgermeister Alfred Baxmann, der das nicht ohne politische Rückendeckung machen würde und es auch „systemwidrig“ nennt, weil das Land für die L311 zuständig ist.
Mit dem Zählergebnis steht auch die Tempo-30-Regelung wieder in Frage, die die Stadt zu Beginn der Diskussion im Herbst kurzfristig erlassen hatte.
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