Navigation:
AboPlus Online-ServiceCenter

Burgdorf

Eltern wollen Lehrschwimmbecken zurück

Das Lehrschwimmbecken der Gudrun-Pausewang-Schule soll vorerst nur geschlossen bleiben und nicht zum Lagerraum umgebaut werden. Schulelternrat und Förderverein schöpfen daher Hoffnung, das kleine Südstadtbad später wiederbeleben zu können.
Foto: SPD-Ratsfrau Christa Weilert-Penk (links) besucht mit anderen Mitgliedern des Ratsausschusses für Bauangelegenheiten das Bad mitsamt Technikkeller.

SPD-Ratsfrau Christa Weilert-Penk (links) besucht mit anderen Mitgliedern des Ratsausschusses für Bauangelegenheiten das Bad mitsamt Technikkeller.

© Joachim Dege

Burgdorf. Der Finanzausschuss des Rates hat seinen Beschluss vom 17. Januar, das Lehrschwimmbecken zum Lagerraum umzubauen, nur eine Woche später zurückgezogen. „Die 35.000 Euro für den Umbau können wir sparen“, hatte Bürgermeister Alfred Baxmann (SPD) in der Sitzung am Montagabend gesagt. Damit erklärten sich die Ausschussmitglieder von SPD, CDU und WGS einverstanden. Der Verwaltungsausschuss der Stadt schloss sich dem Votum einen Tag später an. Grünen-Ratsherr Hartmut Braun, dessen Fraktion das Bad erhalten will, begrüßte die Entscheidung: „Wenn nur dichtgemacht wird, wird Zeit gewonnen für Elterninitiativen.“

Vertreter von Schulelternrat, Schulförderverein und Arbeitskreis zum Erhalt des Lehrschwimmbeckens (AEL) zeigten sich gestern enttäuscht von der Hartleibigkeit der Stadtverwaltung wie der Politiker, die bis auf Grüne, SPD-Ratsfrau Christa Weilert-Penk und Linke-Ratsherrn Michael Fleischmann an der Schließung der Einrichtung festhalten. Das Aus für das kleine Bad sei von Beginn an beschlossene Sache gewesen. Interesse am Dialog mit dem Ziel, eine tragfähige Lösung für den Weiterbetrieb zu finden, hätten weder Stadtverwaltung noch Ratsfraktionen erkennen lassen.

Uwe Peterschun, stellvertretender Vorsitzender des Schulelternrats, machte Zweifel geltend am Zahlenwerk, das die Verwaltung den Ratsmitgliedern zur Entscheidungsfindung vorgelegt hatte. „Man hat Betriebskosten hoch- und Einnahmen runtergerechnet“, sagte Peterschun. Der Schulelternrat wolle gleichwohl am Ziel festhalten, das Bad zu reaktivieren.

Für vorstellbar hält Peterschun, dass die Wirtschaftsbetriebe der Stadt das Lehrschwimmbecken als Außenstelle des Hallenbads betreiben und gewinnbringend vermarkten. „Wir würden uns mit Arbeitsleistung und mit Geld an den Sanierungskosten beteiligen.“ Karl-Heinz Bludau, Vizevorstand des Fördervereins, zeigte sich verärgert. Mithilfe von Sponsoren wie Stadtsparkasse, BMW-Autohaus und Volksbank hätte der Verein die Stadt mit 30.000 Euro unterstützen können. Als der Finanzausschuss aber vergangene Woche den Umbau beschlossen habe, seien die Sponsoren abgesprungen. Begründung: Man wolle nicht gegen die Politik arbeiten.

AEL-Sprecher Jürgen Birth hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, zumal das Bad mit einem Umbau nun doch nicht platt gemacht werde. Birth setzt auf einen Runden Tisch in der Südstadt: „Ich sehe die Chance, dass wir uns jetzt in aller Ruhe zusammensetzen und an einer Lösung mit dem Ziel Reaktivierung arbeiten.“

Joachim Dege und Anette Wulf-Dettmer


Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Bildung

Schulen in Hannover

Welche Schule für mein Kind?

Alle Schulen der Region Hannover mit den aktuellen Infotagen finden Sie in unserem frisch aktualisierten Schulverzeichnis. Außerdem: Worauf die Eltern bei der Schulwahl achten sollten! mehr


 

Anzeige

mehr


 
Städtewetter
Ihre Stadt/Ihr Ort
Tagestemperatur
°
Nachttemperatur
°
Regenprognose
%
Windstärke
km/h
Pollenflug

Lokale Nachrichten von Bürgerreportern

Die lokale Mitmach-Plattform unserer Zeitung

MYHEIMAT.DE

Die lokale Mitmach-Plattform unserer Zeitung: Bürger berichten aus Ihrem Heimatort. Die besten Beiträge werden in Ihrer Zeitung abgedruckt. mehr


 

Anzeige

City

Museen

Erlebbare Geschichte

Kunst, Geschichte, Technik, Natur und Heimatkunde - die Museumslandschaft ist vielfältig. Unsere Datenbank umfasst 60 Ausstellungsorte. mehr