Burgdorf. Mitte Juni hatte Claudia Vollmert als Grünflächenplanerin im Rathaus im Ratsausschuss für Umwelt- und Verkehrsangelegenheiten fünf Gestaltungsvarianten vorgestellt: ein Baumtor, ein Natursteintor, eine Torplastik des Metallbildhauers Hilko Schomerus, ein Hecken- und Blumenband und ein säulenartiger Solitärbaum. Weil die Kommunalpolitiker sich nicht entscheiden konnten, stellte die Stadtverwaltung die Gestaltungsvarianten im September auf der stadteigenen Internetseite zur Wahl. Die Frist, ein Votum abzugeben oder alternativ einen eigenen Vorschlag einzureichen, ist jetzt abgelaufen. Nach Darstellung von Vollmert haben 334 Burgdorfer im Netz abgestimmt. 136 (41 Prozent) von ihnen favorisierten das Natursteintor mit Mäuerchen, das laut Vollmert 22.500 Euro kostet.
Für das Hecken- und Blumenband konnten sich 89 Bürger (27 Prozent) erwärmen, für das Baumtor immerhin noch 55 (16 Prozent). Die Schomerus-Plastik – eine Plastik des Metallbildhauers schmückt bereits den Kreisel an der Schillerslager Landstraße im Nordwesten der Stadt – landete mit 31 Stimmen (neun Prozent) abgeschlagen auf Platz vier. Die rote Laterne ging mit 23 Stimmen (sieben Prozent) an den Solitärbaum.
Auch Anregungen für abweichende Gestaltungsvarianten seien eingereicht worden, bestätigte Vollmert. Ein auf den ersten Blick überzeugender Vorschlag sei aber nach erster, oberflächlicher Sichtung nicht dabei gewesen. Etliche Burgdorfer hätten aber die blühende Blumenwiese, welche die Stadtgärtner aus schierer Verlegenheit angelegt hatten, goutiert.
Jetzt haben erneut die Kommunalpolitiker das Wort. Ihnen will die Tiefbauabteilung bis zur Sitzung des Umwelt- und Verkehrsausschusses im Februar 2012 eine Vorlage erstellen, die das Umfrageergebnis ebenso enthält wie einen sich daraus ergebenden modifizierten Gestaltungsvorschlag – Natursteintor mit Blumenwiese – fürs Einfalltor in die Innenstadt.
Joachim Dege
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