Rund 400 Tonnen Streusalz lagern in der Halle der Straßenmeisterei.
Burgdorf. Im Winter 2010/11 hatten viele Kommunen mit Lieferengpässen beim Streusalz zu kämpfen. Zu festen Zusagen über regelmäßige Lieferungen seien die Firmen auch diesmal nicht bereit gewesen, sagt Rainer Herbst, im Burgdorfer Rathaus zuständig für die Bauhöfe: „Da spielen die nicht mit.“ Die eigenen Streusalzlager seien derzeit aber „proppevoll“.
Rund 100 Tonnen lagern nach Herbsts Worten in den beiden Vorratssilos auf dem Bauhof an der Friederikenstraße. Nach den schlechten Erfahrungen vom Vorjahr habe man den Vorrat noch einmal aufgestockt und draußen weitere 50 Tonnen eingelagert.
„Wir sind so gut gerüstet wie noch nie“, sagt Joachim Ernst von der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr in Hannover. Die mehr als 110 Streugutlager in ganz Niedersachsen sind nach Angaben der Behörde mit rund 150.000 Tonnen gut gefüllt. Bei einem fünftägigen Volleinsatz rund um die Uhr würden landesweit zwischen 80.000 und 90.000 Tonnen Streusalz verbraucht, macht Ernst die gewaltigen Dimensionen deutlich: „Und dann haben wir immer noch 60.000 Tonnen auf Vorrat.“ Einen Salzmangel wie im Vorjahr wird es nach seiner Einschätzung im nächsten Winter bei seiner Behörde deshalb wohl nicht geben.
Mit dazu beitragen soll ein im Hildesheimer Hafen neu angemietetes Lager mit 25.000 Tonnen Streusalz, aus dem sich bei Bedarf auch die Straßenmeisterei Burgdorf Nachschub ordern kann. Die hat nach Worten ihres Leiters Markus Kraatz auch selbst vorgesorgt und hortet rund 400 Tonnen Salz auf dem eigenen Gelände An der Mösch.
Davon musste in diesem Winter bislang noch kein Gramm auf den Straßen verstreut werden. Der 13-köpfige Betriebsdienst ist aber in Rufbereitschaft, denn auch dieses Jahr wird es wieder glatt werden auf den Straßen. „Es kann jeden Tag kommen“, sagt Kraatz.
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