Ortsratsmitglied Alexander Masthoff (von links), Ortsbürgermeister Walter Mill, Christian Siemers vom Lebenshilfe-Vorstand und Ortsratsmitglied Werner Huckschlag freuen sich über die gut 2000 Euro Erlös des Obentrautfestes 2011.
Seelze. Alexander Masthoff erinnert sich noch gerne an das Obentrautfest seiner Jugend: „Ich durfte auf die Drehleiter, mit dem Feuerwehrauto um den Block fahren und das Martinshorn so oft betätigen wie ich wollte“, sagte der Seelzer SPD-Chef. „Da müssen wir wieder hinkommen.“ Das Fest soll die ganze Familie ansprechen, Kindern Attraktionen bieten und auch aus anderen Ländern zugezogene Bürger integrieren – so sehen die Vorstellungen der Organisatoren vom Ortsrat und von den Vereinen aus, die in diesem Jahr zum 30. Mal das Obentrautfest ausrichten.
Damit handelt es sich bei der Veranstaltung um das traditionsreichste Stadtteilfest in Seelze. Allerdings läuft es bei dem immer am ersten Septemberwochenende gefeierten Spektakel an der Obentrautpyramide nicht mehr so rund wie früher. Der Erlös, der immer an die Lebenshilfe geht, lag in Spitzenzeiten jenseits von 10.000 Mark. Die Veranstaltung 2011 brachte genau 2107 Euro. Ortsbürgermeister Walter Mill war trotzdem stolz auf das Engagement der Unterstützer, die am Donnerstagabend ihre Spenden übergaben. „Natürlich haben wir schon bessere Zeiten erlebt“, sagte Mill. Aber: „Der Ortsrat und alle Anwesenden freuen sich, dass das Geld vernünftig angelegt wird.“
Christian Siemers vom Lebenshilfe-Vorstand nahm die zahlreichen Umschläge mit Geld erfreut entgegen. „Wir leben als Verein davon, dass sich Ehrenamtliche engagieren“, sagte er und versicherte: „Das Obentrautfest hat immer noch einen schönen Charakter.“ Für den Ortsrat und die Unterstützer, zu denen Vereine wie der RSV Seelze, das Rote Kreuz, die Stadtbibliothek, die Regenbogenschule und Parteien gehören, könnte es aber noch schöner sein. Aufbruchswillen war zu spüren beim Treffen bei der Lebenshilfe. „Wir müssen das Obentrautfest wieder zu dem machen, was es einmal war“, sagte Ortsratsmitglied Werner Brzuska. Masthoff sprach vom Markt der Möglichkeiten und einer Kunsthandwerkerausstellung. Auch mehr Trennschärfe zum Obentrautmarkt Ende September wurde gefordert. „Wir müssen jetzt anfangen, auf Werbetour zu gehen“, forderte Masthoff.
Ralf Heußinger
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