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Seelze

Notunterkunft wird aufgegeben

Die Obdachlosenunterkunft an der Almhorster Straße 1 soll zum 1. Mai aufgegeben werden. Das Haus ist marode, eine Sanierung würde nach Berechnungen der Stadtverwaltung etwa 360.000 Euro kosten. Die Stadt wolle versuchen, das Grundstück zu verkaufen, sagte Sprecherin Silke Rese-Sussick.
Foto: Die Obdachlosenunterkunft in Seelze soll aufgegeben werden.

Die Obdachlosenunterkunft in Seelze soll aufgegeben werden.

© Simon Peters (Symbolfoto)

Seelze. Derzeit sind in dem Gebäude zehn Menschen untergebracht. Für diese müssten dann andere Unterkünfte gefunden werden. Eine Möglichkeit gibt es an der Mühlenstraße 6. Auch dort unterhält die Stadt ein Haus für Obdachlose. Derzeit ist es mit neun Menschen belegt.

Das Gebäude ist ebenfalls renovierungsbedürftig, kann nach den Vorstellungen der Stadtverwaltung jedoch ohne größeren Aufwand weiterhin genutzt werden. Von der ursprünglichen Idee, auch dieses Gebäude abzureißen und neu zu errichten, war die Verwaltung im Herbst abgekommen.

Langfristig sollen Wohnungen angemietet werden, um der Verpflichtung nachzukommen, Menschen ohne Heim ein Dach über dem Kopf bieten zu können. „Das Ziel ist, alle Personen in normalen Wohnungen unterzubringen“, sagte Rese-Sussick.

Ein weiteres Gebäude an der Mühlenstraße ist jedoch offenbar so marode, dass es tatsächlich abgerissen werden muss. Das Haus kurz vor der Einfahrt zur Feuerwehr sei abgängig, erläuterte Rese-Sussick.

Die Pläne für die Zukunft der Fläche sind schon recht konkret. Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) hat das Grundstück im Blick und plant, seine neue Rettungswache dort zu errichten. Der ASB habe sich mit der Stadt schon geeinigt, berichtete der ASB-Regionsgeschäftsführer Mohamed Aboutaam. Auch die Stadtverwaltung bestätigte, dass man mit dem ASB gesprochen habe.

Bisher ist der ASB mit zwei Rettungsfahrzeugen an der Schillerstraße stationiert. Das Gebäude sei allerdings inzwischen zu klein geworden, sagte Aboutaam. Wann der Neubau und der Umzug an die Mühlenstraße erfolgen sollen, ist bisher noch unklar. „Es eilt nicht“, sagte Aboutaam. Voraussetzung sei ohnehin, dass man ausreichend Planungssicherheit habe. Noch immer ist nicht endgültig klar, ob die Region ab 2013 die Vergabe der Rettungsdienste ausschreibt.

Ralf Heußinger


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