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Göxer Landstraße

Geschäftsleuten drohen durch Brückensperrung hohe Einbußen

Die Brückensperrung an der Göxer Landstraße könnte den Geschäftsleuten noch höhere Umsatzeinbußen bescheren als bislang befürchtet. Das hat eine Kundenbefragung ergeben, deren Ergebnisse am Freitag vorgestellt wurden.
Kundenströme im Seelzer Zentrum: Bei Einkäufern aus den südlichen Stadtteilen ist der Innenstadtbereich überproportional beliebt.

Kundenströme im Seelzer Zentrum: Bei Einkäufern aus den südlichen Stadtteilen ist der Innenstadtbereich überproportional beliebt.

© Bartels

Seelze. Im Sommer waren Gutachter zu dem Schluss gekommen, dass bei einer 18-monatigen Sperrzeit im Seelzer Zentrum und im Fachmarktzentrum zwischen Seelze und Letter Umsatzeinbußen von 7,3 bis 13,6 Millionen Euro drohen. Dies hatten die Fachleute rein rechnerisch ermittelt.

Eine Mitte September vorgenommene Befragung der Kunden nach deren Wohnort präzisiert diese Einschätzung – und zeigt, dass den Geschäftsleuten noch größeres Ungemach droht als bislang angenommen. Die Gesellschaft für Markt- und Absatzforschung (GMA) geht nunmehr sogar von Umsatzverlusten zwischen 9,5 und 15,9 Millionen Euro innerhalb von 18 Monaten aus – je nachdem, wie groß die Bereitschaft der Kunden sein wird, Umwege ins Seelzer Zentrum und zum Fachmarktzentrum in Kauf zu nehmen.

Der Gesamtumsatz, der normalerweise in eineinhalb Jahren an beiden Standorten erzielt wird, liegt bei rund 90 Millionen Euro.

Der Grund für die höheren Zahlen liegt in der Tatsache begründet, dass die Bewohner der von der Brückensperrung betroffenen südlichen Ortschaften besonders häufig nördlich der Bahnlinie einkaufen. Nach der Auswertung stammen 21,2 Prozent der Kunden im Zentrum aus den südlichen Stadtteilen, im Fachmarktzentrum werden 19,5 Prozent der Kunden betroffen sein.

„Besonders die Bewohner Seelze-Süds, die Almhorster, Lathwehrener, Kirchwehrener und Döteberger kaufen fleißig in Seelze ein“, fasste die städtische Wirtschaftsförderin Andrea Kaemmerer die Ergebnisse zusammen. Den drohenden Umsatzverlust könne man „nur mit Sorge sehen“.

Die Stadt und die Gemeinschaft für Handel und Gewerbe in Seelze (HGS) hoffen, mit den präziseren Zahlen beim Erörterungstermin am 9. November doch noch eine Verkürzung der Bauzeit durchsetzen zu können. „Wir werden alles versuchen“, kündigte der HGS-Vorsitzende Thomas Meyer an – auch mit dem Ziel, den Baustart auf das Frühjahr 2013 zu verlegen, um das umsatzstarke Weihnachtsgeschäft im Herbst 2012 nicht zu gefährden.Meinung auf Seite 13

Frank Walter


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