Lars Antes in seiner rollenden Bewerbungsmappe.
Der 26-Jährige Lars Antes ist ein Opfer der Wirtschaftskrise: Nach der Banklehre und Stationen als Kundenbetreuer bei Werbetechnikfirmen und in einem Autohaus landete er bei einem Unternehmen, das wegen der Krise Personal abbaute. „Ich war als Letzter gekommen und musste als Erster gehen“, sagt Antes.
Zum 1. April meldete er sich arbeitssuchend. „Ich bin aber nicht der Typ, der sich in seiner Arbeitslosigkeit zurücklehnt“, sagt der 26-Jährige, der sich selbst als motiviert, kreativ und organisationsstark bezeichnet. Aus der Not heraus machte er sich selbstständig, arbeitet als Freiberufler zwei Tage pro Woche bei einem seiner ehemaligen Arbeitgeber. Der dynamische Betriebswirt, der kurz vor seiner Arbeitslosigkeit ein Haus gebaut hat, ist sich aber auch für Hilfsarbeiten nicht zu schade. „Ich habe auch schon Hecken geschnitten und Unkraut gezupft, teils für vier Euro pro Stunde.“
Rund 60 Bewerbungen hat Antes geschrieben, doch die erhoffte feste Stelle hat sich bislang nicht ergeben. Mal sei er abgelehnt worden, weil ein Mitbewerber sich schon mit dem verwendeten Computersystem auskannte. Oft sei seine Mappe wohl einfach in der Masse an Bewerbungen untergegangen, vermutet Antes. „Ich war mir nicht zu schade und habe mich sogar für den Küchendienst in einem Imbiss beworben. Aber da wurde ich als überqualifiziert abgelehnt.“
Mit der Bewerbung auf dem Auto hofft Antes jetzt auf die Aufmerksamkeit, die ihm zum neuen Job verhelfen soll. Und weil nur Schlagworte und ein Porträtfoto auf dem Wagen Platz finden, können interessierte Unternehmer unter www.smarte-bewerbung.de mehr über den Seelzer erfahren.
| Städtewetter |
| Ihre Stadt/Ihr Ort |
Tagestemperatur |
|
Nachttemperatur |
|
Regenprognose |
|
Windstärke |
|
Pollenflug |
|