Einsatzkräfte haben einen Teil der KGS Neustadt abgesperrt.
Ein kleines Fläschchen mit gefährlichem Inhalt hat am Mittwoch für Aufregung an der Kooperativen Gesamtschule (KGS) gesorgt. Inhalt: Pikrinsäure, irgendwann einmal im Chemieunterricht gebraucht, im Behältnis kristallisiert – und daher mittlerweile mit schwer zu kalkulierender Sprengkraft ausgestattet.
„Wir lassen prüfen, warum die Flasche nicht früher entsorgt worden ist“, sagte Schulleiter Herwig Dowerk. Offensichtlich hätten sich Experten des Kampfmittelbeseitigungsdienstes schon einmal mit dem Säurerest beschäftigt.
„Wann das war, wird noch zu klären sein“, sagte der Schulleiter. Auch die Polizei ermittele noch. Zumindest habe der Behälter in einem doppelt verschlossenen Schrank mit Warnschild „Nicht öffnen“ gestanden. Eine unmittelbare Gefahr für Schüler und Lehrer habe seiner Meinung nach nicht bestanden.
Der Schrank soll jedoch zeitnah beseitigt werden. Denn die KGS erhält neue Fachräume, der Chemietrakt zieht um. Gestern fielen deshalb der Schrank und das Warnschild Mitarbeitern beim Aufräumen auf. Sie baten die Stadtverwaltung um Hilfe, die alarmierte Feuerwehr und Polizei. Drei Klassenräume in der Nähe wurden kurzzeitig geräumt, die Säure – mittels destillierten Wassers – entschärft. Störungen im Unterricht habe es daher „kaum gegeben“, sagte Dowerk.
Dirk von der Werder
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