Am Freitag präsentierte die RegioBus ihre neue Errungenschaft, den Bus mit Personenanhänger. Er wird im Neustädter Land eingesetzt.
Neustadt. Das Gespann ist insgesamt 23 Meter lang, und bietet 180 Fahrgästen Platz – das sind mehr, als in zwei herkömmliche Busse oder einen Gelenkbus passen. Sinn der Übung: „Wir können Kapazitätsengpässe im Schülerverkehr besser auffangen, in Zeiten geringer Nachfrage den Anhänger aber abkoppeln“, sagt RegioBus-Geschäftsführer Hans-Georg Martensen. Außerdem seien effektiverer Personaleinsatz, geringerer Spritverbrauch und langfristig Einsparungen bei den Investitionen in den Fuhrpark möglich. Deshalb habe man sich den 180.000 Euro teuren Anhänger geleistet.
Für ältere Mitbürger könnte der Anhänger-Bus ein Déjà-vu-Erlebnis bringen, denn diese Gespanne waren bis in die fünfziger Jahre verbreitet. Zwischenzeitlich wurden sie vom Bundesverkehrsministerium verboten, erleben aber seit knapp zehn Jahren eine Renaissance. Rund 50 dieser Fahrzeuge sind bundesweit im Einsatz; in Niedersachsen haben Unternehmen in Wolfsburg und Osnabrück welche angeschafft.
Die RegioBus hatte das Fahrzeug im vergangenen Jahr getestet und dabei gute Erfahrungen gemacht. Fahrgäste im Anhänger können über Sprechtaste Kontakt zum Fahrer aufnehmen; dieser wiederum kann über einen Bildschirm sehen, was sich im hinteren Teil des Gespanns tut.
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