Diesen Beschluss fasste die SPD-Hauptversammlung am Donnerstagabend einstimmig und „nach ausgiebiger Diskussion“, sagte Ortsvereinschef Ferdinand Lühring im Anschluss. Weil im Vorfeld keine Einigkeit über das Vorgehen bestand, hatte die SPD die Öffentlichkeit ausgeschlossen.
„Wir wollen einen gemeinsamen Kandidaten für einen starken linken Block“, sagte Lühring. Im September 2011 wird das Stadtoberhaupt direkt gewählt, außerdem auch der Rat der Stadt. Es gehe, so Lühring, darum, eine linke Mehrheit im Rat zu erzielen und einen „Bürgermeister zu unterstützen, der seine Arbeit in der Vergangenheit überwiegend gut gemacht hat“.
Sternbeck, der seine Kandidatur für eine zweite Amtszeit – sie würde erst 2019 enden – im Januar erklärt hatte, sprach gestern von einer „klugen Entscheidung“. Es gebe mit der SPD viele inhaltliche Überschneidungen. Offiziell hat die SPD ihren Vorstand beauftragt, „strategische Gespräche“ mit Sternbeck zu führen. Indes zweifeln weder Kandidat noch SPD am erfolgreichen Abschluss dieser Gespräche. Für Dienstag, 1. Juni, wird Sternbeck zu einer weiteren SPD-Hauptversammlung eingeladen.
Die bisherige Ratsmehrheit aus CDU, FDP und Bürgerforum will einen eigenen Kandidaten in die Wahl schicken.
Dirk von Werder
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