Navigation:
AboPlus Online-ServiceCenter

Podiumsdiskussion „Offene Ganztagsgrundschule“

Der Trend geht klar zum Hort

Geht es nach dem Bürgermeister, ist das Thema für Neustadt durch: zu hoch die Kosten, zu unwägbar der Erfolg. Bei der Podiumsdiskussion „Offene Ganztagsgrundschule“ favorisierte Uwe Sternbeck als Alternative die Nachmittagsbetreuung in Hortgruppen.
Ganze Tage Grundschule? Uwe Mensching (Landesschulbehörde, von links) stellt Möglichkeiten vor. Bürgermeister Uwe Sternbeck sieht diese kritisch, Moderator Rainer Bungenstock führt durch den Abend.

Ganze Tage Grundschule? Uwe Mensching (Landesschulbehörde, von links) stellt Möglichkeiten vor. Bürgermeister Uwe Sternbeck sieht diese kritisch, Moderator Rainer Bungenstock führt durch den Abend.

© Frank Oheim

Neustadt. Zwei Stunden lang hörte sich eine Hundertschaft Eltern am Mittwochabend Argumente pro und contra von Ganztagsangeboten an Grundschulen an. Vertreterinnen der Schule Otze (Burgdorf) schwärmten von ihren Erfahrungen. Als „Schule aufmachen“ stellte Antje Kuchenbecker-Rose das Konzept vor: „aufmachen“ für ehrenamtliche Mitarbeiter von Feuerwehr und DRK, für Künstler und Musiker, die Grundschüler an Nachmittagen stundenweise betreuen.

Kuchenbecker-Rose gab zu: „Die Suche nach Geld beschäftigt mich außerordentlich.“ Ganztagsangebote funktionierten nicht zum Nulltarif. Das ist auch Sternbecks Hauptargument: „Wir brauchen Investitionen in Küche, Speise- und Ruheräume.“ Zudem seien viele Neustädter Grundschulen kleiner als die in Otze mit 106 Schülern. Längst nicht alle Kinder würden Angebote wahrnehmen. Die Verantwortung werde auf Schulleitungen abgewälzt – „und schon jetzt können wir Leiterstellen nicht besetzen“. Für ihn seien freiwillige Hortangebote viel sinnvoller.

Das sahen die meisten Gäste ähnlich: 105 füllten einen Fragebogen aus – 63 favorisierten Hortangebote, nur 21 Ganztagsbetreuung an der Grundschule. Schneerens Ortsbürgermeister Stefan Porscha fordert letztere dennoch: „Wir wollen die Ganztagsbetreuung.“ Fraglich, ob er sie bekommt. Die Stadt will eine Grundsatzentscheidung ohne vorherige Ausnahmegenehmigung.

Nachmittage in Hort oder Grundschule? Der Hort – fast immer einer Kindertagesstätte angebunden – ist das flexiblere Angebot: An bis zu fünf Tagen pro Woche (Schule: drei oder vier) können Kinder bis 14 Jahre (Schule: bis vierte Klasse) nachmittags bis 16 Uhr (Schule: 15 Uhr) betreut werden. Im Hort (20 Plätze) sind die Gruppen kleiner (Schule: bis 28), die Betreuung ist intensiver. Eine Fachkraft kommt auf maximal zwölf Kinder, an der Schule ist eine Betreuungskraft ehrenamtlich für maximal 28 Kinder zuständig.

Noch einen ganz wichtigen Unterschied gibt es: Für das schulische Angebot (Ausnahme Mittagessen) müssen Eltern generell nichts bezahlen.Für die Hortbetreuung stellt die Stadt im Regelfall (Betreuungszeit 13 bis 16 Uhr) 108 Euro monatlich in Rechnung, zusätzlich 50 Euro für das Mittagessen.

Dirk von Werder


Nächster Artikel
Nächster Artikel
Vorheriger Artikel
Voriger Artikel

Bildung

Schulen in Hannover

Welche Schule für mein Kind?

Alle Schulen der Region Hannover mit den aktuellen Infotagen finden Sie in unserem frisch aktualisierten Schulverzeichnis. Außerdem: Worauf die Eltern bei der Schulwahl achten sollten! mehr


 

Anzeige

mehr


 
Städtewetter
Ihre Stadt/Ihr Ort
Tagestemperatur
°
Nachttemperatur
°
Regenprognose
%
Windstärke
km/h
Pollenflug

Lokale Nachrichten von Bürgerreportern

Die lokale Mitmach-Plattform unserer Zeitung

MYHEIMAT.DE

Die lokale Mitmach-Plattform unserer Zeitung: Bürger berichten aus Ihrem Heimatort. Die besten Beiträge werden in Ihrer Zeitung abgedruckt. mehr


 

Anzeige

City

Museen

Erlebbare Geschichte

Kunst, Geschichte, Technik, Natur und Heimatkunde - die Museumslandschaft ist vielfältig. Unsere Datenbank umfasst 60 Ausstellungsorte. mehr