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Änderungen beschlossen

Das Fest der Feste wird runderneuert

Mit einem halben Jahr Vorlaufzeit hat die Schützengesellschaft Neustadt grundsätzliche Änderungen für ihr „Fest der Feste“ beschlossen. So wird das Herrenessen auf Freitagabend vorgezogen und ein neues Festzelt aufgestellt.

Neustadt. „Wir müssen reagieren“, sagt Bataillonssprecher Ulf Hasselbring-Hibbe, „wer nichts macht, wird irgendwann untergehen.“ Dinge, die seit langer Zeit den harmonischen Ablauf und damit einen der Grundsteine des Festes behinderten, sollten angegangen und schon für das nächste Fest geändert werden. 

Dabei resultiert eine der wichtigsten Änderungen aus einem Luxusproblem: Die Zahl der Marschierer, die Sonnabend und Sonntag in den Reihen der Kompanien durch die Stadt ziehen, ist in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Hasselbring-Hibbe: „Die Marschierer passen nur noch mit logistischer Akrobatik in den zu kleinen Bürgersaal und können hier nur nach strengem Zeitplan eingeteilt verweilen.“

Der noch amtierende Kommandeur Heiner Plinke habe bei einer Versammlung von Offizieren, Jägerhauptmann, Ehrenhauptleuten und Kompanievertretern Kritikpunkte der vergangenen Jahre zusammengetragen, Lösungsansätze vorgeschlagen und zur Abstimmung gebracht. Bisher beschlossen: Zum Schützenfest 2012 wird ein 800 Quadratmeter großes Festzelt aufgestellt, in dem alle Marschierer gemeinsam feiern – Kompanien, TSV und Musikzüge. „Das entspricht dem traditionellen Anspruch, dass alle Gruppen zusammenkommen.“

Das Herrenessen werde vom Sonnabend auf den Freitag vorgezogen, da es zuletzt in der Termindichte des zweiten Festtages unterzugehen drohte.

Die Eckpunkte für das Kernstadt-Schützenfest stehen fest; an Einzelheiten wird gefeilt. Klar bisher: Der straffe Terminplan am Sonnabend wird entlastet. Das Herrenessen beginnt am Freitagabend – wie bisher im Bürgersaal im Leinepark – und endet mit dem Marsch zum Zapfenstreich an der Alten Wache.

Das hat Auswirkungen für alle Festteilnehmer des Folgetages. Der Ausmarsch am Sonnabend beginnt zwei Stunden später – und damit vermutlich auch das Wecken mit Marschmusik zu bisher früher Stunde in den Wohngebieten. Dem Umzug am Sonnabend schließt sich ein Platzkonzert der Musikzüge auf dem Festplatz an; das Zelt ermöglicht es allen Besuchern wie Marschieren, dabei zu sein.

Könige und Preisträger werden wie gehabt am Sonntag nach dem Essen mit Damen ausgerufen – ob im Bürgersaal oder im Zelt, steht noch nicht fest. Gefeiert wird von Freitag, 8., bis Sonntag, 10. Juni. Kommandeur ist – erstmals – Olaf Horl von der dritten Kompanie. 

Dirk von Werder


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