Ein Beamter der Kripo fotografiert den Tatort vor der roten Ampel. Das Opfer liegt neben seinem Wagen.
Sarstedt/Gelsenkirchen. Der Hildesheimer Oberstaatsanwalt Bernd Seemann sagte: "Der Verdächtige sitzt in U-Haft." Der 47-Jährige Mann wurde bereits am Mittwoch in Gelsenkirchen von einer Spezialeinheit festgenommen.
Er gilt nach Erkenntnissen der Ermittler als Wortführer der Familie, aus der die Tatverdächtigen kommen sollen. Es handelt sich um eine bundesweit verzweigte Großfamilie.
Die zwei gesuchten Mörder sind unterdessen weiter auf der Flucht. "Wenn sie noch in Deutschland sind, haben wir sie bald", sagte Seemann. Und der Strafverfolger sagte weiter: "Wir sind über den Sachverhalt gut informiert. Wir haben jede Menge Spuren." Unterdessen wird öffentlich nach dem Fluchtauto der Täter gefandet.
Es handelt sich bei dem verdächtigen Wagen um einen Opel Vectra aus dem Baujahr 1998. Das Kennzeichen des blauen Autos lautet HI-WR 2007. Hinweise zum Verbleib des Wagens nimmt die Polizei unter der Rufnummer 05121 - 939115 entgegen.
Das Opfer war am Neujahrstag in Sarstedt im Kreis Hildesheim an einer roten Ampel von zwei Männern gezielt getötet worden. Die Staatsanwaltschaft vermutet eine Beziehungstat. Der von seiner Ehefrau getrennt lebende Mann hatte laut Staatsanwaltschaft seit längerer Zeit" eine Beziehung zu einer anderen Frau, was deren Familie "missfallen" haben soll. Die Frau sei ebenfalls verheiratet. Ihre Familie stamme "aus einem anderen Kulturkreis" und habe die Affäre nicht akzeptiert.
Anfang dieser Woche durchsuchte die Polizei mehrere Immobilien, darunter auch Wohnungen der verdächtigen Familie in Gelsenkirchen. (dpa/bl/dapd)
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