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Laatzen

Frische Ideen für Laatzens Marktplatz

Drei Hauptpreise hat die Jury beim Architektenwettbewerb für das Bildungs- und Gesundheitszentrum auf dem Laatzener Marktplatz vergeben. Aber auch die übrigen Entwürfe dürften die Diskussion beleben.
Architektenwettbewerb für das geplante Bildungs- und Gesundheitszentrum in Laatzen: Entwurf des Bremer Büros Haslob Kruse und Partner.

Architektenwettbewerb für das geplante Bildungs- und Gesundheitszentrum in Laatzen: Entwurf des Bremer Büros Haslob Kruse und Partner.

© Handout

Gestern Abend beriet der Stadtentwicklungsausschuss erstmals über die eingereichten Entwürfe, die zurzeit in der Laatzener Feuerwache ausgestellt sind. Die eingereichten Vorschläge bieten mehr, als sich die Mitglieder der Soziale-Stadt-Arbeitsgruppen erhofft haben dürften. Geradezu barock mutet beispielsweise das Konzept des hannoverschen Büros Ahrens Grabenhorst an: Ein „Grünes Haus“, an das sich ein belaubter Garten anschließt – „Hortus conclusus, Gewächshaus, Pergola und bewachsener Kreuzgang zugleich“, wie es in der Beschreibung heißt. Die Jury vergab einen Anerkennungspreis, bezweifelte jedoch die Notwendigkeit einer achtgeschossigen Bebauung im dritten Bauabschnitt.

Ebenfalls einen Anerkennungspreis erhält das Kasseler Büro für Architektur und Stadtplanung (BAS), dessen Pläne dem Siegerentwurf in Teilen ähneln: Drei kubische Gebäude stehen für jeden der drei Bauabschnitte, auf einem vierten Feld daneben entstünde ein Wasserspiel. Der Eingang zum Leine-Center würde mit einer Stahlkonstruktion als Windbrecher überdacht. Auf der Fläche der heutigen Robert-Koch-Straße möchten die Planer einen „Wald der Lichter“ anlegen. Vor allem die Platzgestaltung beeindruckte die Jury. Die Gebäude selbst könnten sich jedoch nicht gegen das architektonische Umfeld behaupten. Nicht prämiert wurden die Entwürfe des Laatzener Architekten Carsten Strate und der des renommierten Stuttgarter Büros Behnisch.

Geklärt werden müssen unterdessen noch Details am Siegerentwurf der Bremer Architekten Haslob, Kruse und Partner (HKP). Dazu zählt die Frage, ob Autos künftig vor dem Rathaus entlang zu den neuen Parkplätzen vor der Wohnscheibe fahren können. Auch die Sperrung der Robert-Koch-Straße zwischen Marktstraße und Wohnscheibe sowie „kleinere funktionale Mängel“ am Gebäude sind für die Jury diskussionswürdig (siehe Text rechts). Nicht so die Platzgliederung, bei der sogar über die Flächen nachgedacht wurde, auf denen später der zweite und der dritte Bauabschnitt entstehen sollen: HKP schlägt vor, dort Boulebahnen oder andere Freizeitangebote anzulegen.

HKP gehört mit 20 Mitarbeitern zu den größten Architekturbüros Bremens. Zu den realisierten Projekten zählt die Erweiterung des dortigen Science Centers Universum und der Neubau der Sparkassen-Hauptverwaltung.

[Johannes Dorndorf]

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