Jugendlichen bekommen im Streit um den Falkenkeller Unterstützung.
Barsinghausen. Wegen Mängeln bei der Gebäudesicherheit hatte die Stadtverwaltung vor wenigen Wochen eine Nutzungsbeschränkung verfügt. Seitdem dürfen sich lediglich 15 Personen gleichzeitig im Falkenkeller aufhalten. Ausnahmen bedürfen stets einer Einzelgenehmigung.
Die jugendlichen Nutzer des Falkenkellers fühlen sich aber nicht nur wegen dieser Beschränkung von der Verwaltung gegängelt. Auch das neue, mit einem elektronischen Chip versehene Schließsystem an der Außentür wird von den Nutzern kritisch beurteilt. Es sei so jederzeit möglich, per Knopfdruck den Zugang zum Keller zu sperren, hieß es. Zudem sei mit der notwendigen Benennung von Verantwortlichen für die Schlüssel etwas passiert, was im Falkenkeller niemand wolle, sagte Florian Wogramm: „Es gibt so etwas wie eine Hierarchie. Das entspricht nicht unserem Konzept.“
Die Falkenkeller-Nutzer nannten auch ihre Ziele für dieses Jahr. Ihr Wunsch ist es, in den benachbarten ehemaligen DRK-Keller umzuziehen, der dreimal größer als der enge Falkenkeller ist. Außerdem kündigten die Sprecher unabhängige Angebote wie etwa die Beteiligung am Ferienpass oder Nachhilfe an. AG-Sprecherin Hannelore Heidecke bedauerte, dass kein Vertreter der Verwaltung bei der Sitzung anwesend war. „Viele Probleme könnte man im Gespräch sehr einfach klären“, sagte sie. Gleichzeitig forderte sie die Stadtverwaltung zum fairen Umgang mit den Jugendlichen auf. „Wenigstens Rückendeckung wäre nötig“, sagte sie. Die ehemalige Ratsfrau Ilse Saile äußerte ihren persönlichen Verdacht: „Die Stadt sucht einen Vorwand, um den Falkenkeller zu schließen“, sagte sie.
Andreas Kannegießer
| Städtewetter |
| Ihre Stadt/Ihr Ort |
Tagestemperatur |
|
Nachttemperatur |
|
Regenprognose |
|
Windstärke |
|
Pollenflug |
|