Gutachter Moritz Hübner baut die Saugpumpe zur Raumluftmessung auf - Schulleiterin Waltraut Korbjun schaut zu.
Gestern Nachmittag hat Gutachter Moritz Hübner vom Ingenieurbüro Wessling Luftproben in zwei Klassenräumen und im Gemeinschaftsbereich im Erdgeschoss der Lisa-Tetzner-Schule genommen. Außerdem schnitt Hübner im Klassenraum der 5b Stücke aus dem Teppich heraus, auf den das mutmaßliche Isolieröl aus den Kondensatoren herabgetropft war.
Im Klassenraum der 5b waren offenbar gleich mehrere Kondensatoren gleichzeitig undicht geworden. „Es hat an verschiedenen Stellen getropft“, sagte Schulleiterin Waltraut Korbjun. Die mögliche Gefahr durch die Flüssigkeit aus den Kondensatoren hatte nach Korbjuns Worten ein Leselernhelfer erkannt, der in dem Klassenraum gearbeitet hatte. Weiter unklar ist, warum nach einem ersten Fax der Schulleiterin an die Verwaltung rund drei Wochen vergangen sind, bevor die Verwaltungsleitung von dem offenbar ernsten Problem Kenntnis erhielt. „Ich habe mehrmals nachgehakt, und das an verschiedenen Stellen“, sagt Korbjun.
Fachbereichsleiter Reinhard Hoffmann und Gebäudemanager Ulrich Lembeck bestätigten gestern, dass es im D-Trakt nur eine Lüftungsanlage für sämtliche Klassenräume und die Gemeinschaftsbereiche gebe. Sollte es PCB-Belastungen in einzelnen Räumen geben, könnten diese über die Lüftung weitergetragen worden sein.
Hoffmann lobte die Elternschaft der Lisa-Tetzner-Schule, die bisher „sehr sachlich“ mit der Situation umgehe. Klassenelternvertreter Andreas Weichert machte indessen klar, dass es mit den Eltern keine Kompromisse geben werde, falls tatsächlich PCB nachgewiesen werde. „Wir akzeptieren nur den Grenzwert null“, sagte Weichert. Andernfalls würden etliche Eltern ihre Kinder von der Schule nehmen. „Wir warten gespannt auf das Ergebnis der Analysen.“
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