Direkt vor der Kaffeebar Rossi am Ortseingang von Limmer soll ein Platz entstehen, der zum Verweilen einlädt. Das hört Peter Rolle, Inhaber des Cafés, natürlich gern.
Limmer. Peter Rolle hat Grund zu guter Laune. Die Stadt beschert dem Inhaber der Kaffeebar Rossi einen kleinen Platz direkt vor seinem Café. Denn der Ortseinang von Limmer soll aufgewertet werden. Im Frühjahr will die Stadt die Franz-Nause-Straße umgestalten und unter anderem die Zufahrt von der Weidestraße aus sperren. An dieser Stelle soll ein Platz entstehen, der zum Verweilen einlädt. „Das hören wir gern“, sagt Rolle, und plant, künftig in den warmen Monaten mehr Tische vor seine beliebte Kaffeebar zu stellen. „Wir hoffen nur, dass die Umbauarbeiten nicht in den Sommermonaten stattfinden“ – das wäre wohl störend für Rolles Gäste, die gern ihr Frühstück draußen einnehmen.
Einen genauen Termin für den Beginn der Bauarbeiten gibt es noch nicht. Insgesamt soll die Umgestaltung der Franz-Nause-Straße rund 530 000 Euro kosten. Die Einfahrt aus der Wunstorfer Straße wird um gut 20 Meter nach Nordwesten verlegt; in Höhe der Sparkasse wird eine neue Ausfahrt gebaut. Zudem werden neue Bäume gepflanzt. Die Straßenmodernisierung ist aber nur ein Teil des Vorhabens: Das städtische Tochterunternehmen Union-Boden plant die Aufwertung seiner Ladenzeile und arbeitet derzeit an einem Konzept. Vor allem die Front zur Franz-Nause-Straße soll verschönert werden. „Es sind mehr Glaselemente vorgesehen“, sagte Sanierungsplaner Eggert Sass der Sanierungskommission Limmer. Der Umbau der Ladenzeile erfolgt voraussichtlich in einer zweiten Bauphase. Zum Zeitplan machte Union-Boden bislang keine Angaben. Das Unternehmen verhandelt noch mit den Ladenmietern über Details der Modernisierung.
Der Umbau des Ortseingangs hat auch Folgen für den kompletten Verkehrsfluss durch Limmer. So muss auch im Osten des Stadtteils der Straßenverkehr neu geordnet werden. Dafür wird die Kesselstraße – bislang Einbahnstraße in Richtung Süden – künftig in dem Abschnitt zwischen Zimmermannstraße und Weidestraße in beide Richtungen befahrbar sein. „Dafür wird es im Eichenbrink (die westliche Verlängerung der Zimmermannstraße) eine neue Linksabbiegerspur in die Kesselstraße geben“, erläuterte Sanierungsplaner Sass. Anwohner Peter Holzberg hakte nach: „Da sind doch 2010 erst neue Radwege markiert worden, was passiert denn damit?“ Er kritisierte zudem, dass die Anlieger nicht vorab über die neuen Verkehrspläne der Stadt informiert worden seien. Sass sagte zu, dies nachzuholen. „Die Radaufstellflächen kommen nur in der Kesselstraße weg“, fügte er hinzu. Dort müssten sie den neuen Fahrspuren für den Kraftverkehr Platz machen. Der größte Teil der Kesselstraße bleibt aber Einbahnstraße. Um dies sicherzustellen, plant die Stadt zudem in Höhe Weidestraße eine Verengung der Fahrbahn.
Peter Rolle mag’s recht sein. Er freut sich, dass er im April 2010 mit seinem Partner Markus Warneke offenbar genau das richtige Café übernommen hat.
Marcel Schwarzenberger und Rüdiger Meise
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