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Südstadt

Wertstoffhof Tiestestraße soll bleiben

Der Abfallentsorger
 aha will 
Annahmestellen 
in der Stadt 
schließen – und
 stellt den Plätzen
 in der Südstadt 
und Kirchrode kein 
gutes Zeugnis aus. „Wir wollen aber am Standort Tiestestraße festhalten“, versichert aha-Sprecherin Franziska Saniter.
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Die Anlage am Döhrbruch schneidet auch nicht berauschend ab – liegt aber vor der Tiestestraße.

Die Anlage am Döhrbruch schneidet auch nicht berauschend ab – liegt aber vor der Tiestestraße.

© Dillenberg

Die hohe Dichte der Wertstoffhöfe im Stadtgebiet ist zwar kundenfreundlich, für den Abfallwirtschaftsbetrieb aha aber recht kostspielig. Deshalb sollen einzelne Annahmestellen zusammengelegt werden. Nach einer Untersuchung von aha ist der Wertstoffhof an der Tiestestraße in der Südstadt wenig attraktiv. Auf der Rangliste aller neun Annahmestellen im Stadtgebiet rangiert er an drittletzter Stelle, zwei Plätze hinter dem Wertstoffhof im Kirchröder Döhrbruch. „Wir wollen aber am Standort Tiestestraße festhalten“, versichert aha-Sprecherin Franziska Saniter.

Das Konzept zur Verringerung der Annahmestellen sei noch in der Prüfphase. Die Betriebsstätte für die Müllabfuhr, wo die Mülllaster zu ihren Touren starten, solle aber von der Tiestestraße abgezogen werden. Das bedeute mehr Platz für den Wertstoffhof, der dann in der Rangliste weiter nach oben rutsche, meint Saniter. Die Planungen sehen allerdings vor, die kleinste aller Annahmestellen in der Region – sie befindet sich in der Billungstraße in Linden-Mitte – mit der an der Bornumer Straße in Bornum an einem neuen Standort zusammenzulegen. Darüber hinaus gibt es laut Franziska Saniter noch keine konkreten Pläne. In der Stadt möchte aha allerdings noch einen Wertstoffhof schließen und dafür im unterversorgten nördlichen Umland einen neuen Hof eröffnen. In der Stadt Hannover mit ihren 507.000 Einwohnern gibt es neun Wertstoffhöfe und die Deponie Lahe, im Umland mit 612.000 Einwohnern acht Wertstoffhöfe und die Deponien Wunstorf-Kolenfeld sowie Burgdorf. Die mittleren Anfahrtsstrecken liegen nach Berechnungen von aha bei 2,5 Kilometern in der Stadt und bei sieben Kilometern im Umland.

Die hohe Dichte der Annahmestellen in Hannover gilt im Rathaus aber nicht als Argument für Schließungen. Das geht aus einem Brief des Umweltdezernenten Hans Mönninghoff an aha-Geschäftsführerin Kornelia Hülter hervor. Hier verweist Mönninghoff darauf, dass viele Städter kein Auto hätten, um zu den Annahmestellen zu fahren: „Wir streben an, dass zukünftig noch mehr Wege zu Fuß und mit dem Fahrrad gemacht werden. Daher ist eine möglichst hohe Dichte von Wertstoffhöfen sehr sinnvoll.“

In der nach Effektivität zusammengestellten Rangliste erhält die Annahmestelle in Pattensen mit 71 Punkten die beste Bewertung; der Wertstoffhof am Döhrbruch bekommt nur 42, der in der Tiestestraße 28 Punkte. Als Bewertungskriterien dienen unter anderem Alter und Größe des Wertstoffhofs, Beeinflussungen durch die Betriebsstätten der Müllabfuhr auf dem Gelände, Häufigkeit der Kundenbesuche und Anlieferungsmengen sowie Beeinträchtigungen für Anlieger und den öffentlichen Verkehr. Ob tatsächlich einzelne Annahmestellen geschlossen oder zusammengelegt werden, entscheidet abschließend die Region.

[Jutta Oerding]

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