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Anderten

Senioren bemängeln Verkehrssituation Am Tiergarten

Einige Senioren aus dem Altenzentrum St. Aegidien in Anderten beklagen sich über die Verkehrssituation an der nahegelegenen Straße Am Tiergarten.
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Noch hat der Radfahrer auf der Fahrbahn Am Tiergarten genug Platz - doch der Engpass naht.

Noch hat der Radfahrer auf der Fahrbahn Am Tiergarten genug Platz - doch der Engpass naht.

© Schmidt

Die Straße Am Tiergarten in Anderten sieht auf den ersten Blick recht beschaulich aus. Einige Senioren aus dem an der Straße gelegenen Altenzentrum St. Aegidien sind jedoch unzufrieden mit der Verkehrssituation vor ihrer Einrichtung. Die Tempobeschränkung auf 30 Stundenkilometer wird nach Auskunft von Bewohner Ulrich Kittel häufig ignoriert. Stattdessen komme es immer wieder zu Hupkonzerten, weil durch das wechselseitig mögliche Parken regelmäßig kleine Rückstaus von Autos entstünden. Die Fahrbahnbreite reiche nur für jeweils ein durchfahrendes Auto aus, so dass die Wagen oft nur von Lücke zu Lücke rollen könnten. Außerdem komme es gelegentlich zu gefährlichen Situationen, weil Radfahrer den Gehweg vor dem Altenheim nutzen würden, statt auf dem Radweg auf der gegenüberliegenden Straßenseite oder auf der Fahrbahn zu fahren. Da die Straße Am Tiergarten abschüssig sei, kämen die Radfahrer häufig mit hoher Geschwindigkeit angebraust.

Die Verkehrssituation ist nicht unbedingt übersichtlicher geworden, seit die Radweg-Gebotsschilder vor acht Jahren abgebaut werden mussten. Ein Anwohner hatte Widerspruch gegen die Schilder eingelegt, weil Radfahrer in Tempo-30-Zonen auf der Fahrbahn fahren dürfen. Nach Auskunft von Martin Wasserthal, Leiter des Altenheims St. Aegidien, würden allerdings nur wenige Radfahrer die Fahrbahn nutzen, während die meisten auf dem alten Radweg rollen. „Sie fühlen sich wegen der wechselseitig parkenden Autos eingequetscht und in Gefahr“, erläutert Wasserthal. Rainer Ebeling, Kontaktbeamter im Polizeikommissariat Misburg, geht dagegen davon aus, dass es sich bei den falsch fahrenden Radfahrern ebenso wie bei den Hupkonzerten um Einzelfälle handelt. „Ich persönlich habe diese Sachverhalte noch nicht häufig bemerkt“, sagte er dem Stadt-Anzeiger.

Die Stadt möchte die Autofahrer durch die wechselseitige Anordnung von Parkflächen dazu zwingen, langsam zu fahren. „Das ist so gewollt“, erklärt Stadtsprecher Dennis Dix. Weitere Änderungen wie beispielsweise Aufpflasterungen seien derzeit nicht geplant: „Aufpflasterungen verursachen beim Überfahren oder durch Abbremsen und anschließendes Beschleunigen zusätzlichen Lärm, der ja gerade von den Anliegern beklagt wird.“ Auch für Gerd Reincke, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Radverkehr beim ADFC, ist die Verkehrsregelung Am Tiergarten in Ordnung, seit die Gebotsschilder für die Radwegnutzung abgebaut sind: „Das ist absolut korrekt, in Tempo-30-Zonen gibt es keine Radwegbenutzungspflicht.“


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