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Bemerode

Radweg Wülfeler Straße: Markierung ist unvollständig

Eigentlich sollten Radfahrer, die auf der Wülfeler Straße von Bemerode in Richtung Mittelfeld fahren, in Höhe des Annastifts einen eigenen Radfahrweg bekommen – eigentlich. Zwar wurde auf dem Abschnitt zwischen Schwarze Worth und Lerchenfeldstraße inzwischen ein Fußweg gebaut, aber die Markierung für Radfahrer auf der Straße ist auch Monate nach Abschluss der Bauarbeiten noch nicht so, wie sie sein sollte.
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Bezirksratspolitiker mahnen eine durchgezogene statt der gestrichelten Linie an.

Bezirksratspolitiker mahnen eine durchgezogene statt der gestrichelten Linie an.

© Hoff

Noch immer ist die Linie gestrichelt, sodass Autofahrer darüber fahren dürfen und Radfahrer gefährden können. Auf Anfrage der SPD-Fraktion im Bezirksrat Kirchrode-Bemerode-Wülferode stellte sich heraus, dass das durchgängige Markieren schlichtweg vergessen wurde. Die Erneuerung der Linie solle in den kommenden Wochen nachgeholt werden, heißt es in einer Antwort der Stadt. Bezirksratsmitglied Bernd Rödel (SPD) regte an, den Streifen farblich zu markieren, um die Sicherheit für Radfahrer zu erhöhen.

Die Stadtteilpolitiker kritisierten außerdem, dass der schmale Radweg auf der anderen Straßenseite immer noch in beide Fahrtrichtungen freigegeben ist. Nach Angaben von Stadtplaner Matthias Fabich soll diese Regelung bald aufgehoben werden. In der Einwohnerfragestunde des Bezirksrats meldete sich Michaela Rhotert, die zweite Vorsitzende des Siedlervereins Hannover-Seelhorst, zu Wort. Schon früher hatte sie kritisiert, dass es für Fußgänger gefährlich sei, über die Straße zu gehen – trotz der Fußgängerinsel in Höhe Schwarze Worth. Außerdem werde ihrer Beobachtung nach auf der Wülfeler Straße immer noch viel zu schnell gefahren. Das Problem habe sich verschärft, seitdem auf der Straße ein absolutes Halteverbot besteht: „Das ist jetzt eine richtige Rennstrecke.“ Zwar waren Geschwindigkeitsmessungen im Frühjahr 2008 zu einem anderen Ergebnis gekommen. Die Kontrollen seien allerdings während der CeBit durchgeführt worden, als der Verkehr sehr langsam rollte, kritisierte Rhotert.

Der Siedlerverein hatte vor Beginn der Baumaßnahme gefordert, dass der Radweg auf der nördlichen Straßenseite durchgängig gebaut wird. Dies hatte die Stadt mit der Begründung abgelehnt, dass dafür ein Teil des Grundstücks des angrenzenden Annastifts in Mittelfeld angekauft werden müsste und die Kosten dafür zu hoch seien. Die Bezirksbürgermeisterin von Döhren-Wülfel, Christine Ranke-Heck, hatte die Stadt allerdings frühzeitig darauf hingewiesen, dass das Annastift bereit sei, die fraglichen Flächen im Tausch mit einem Grundstück im städtischen Besitz kostenlos herzugeben. „Da wären wir sicherlich kooperativ gewesen“, sagte auch Michael Schmidt, der damalige Geschäftsführer der Gesellschaft „Leben und Lernen“ des Annastifts, gegenüber dem Stadt-Anzeiger. Allerdings sei die Stadt nie offiziell an das Annastift herangetreten. Eine Anfrage habe es lediglich für eine kleine Fläche von rund sieben Quadratmetern im Bereich der Einfahrt zum Annastift gegeben. Diese Fläche wurde auch verkauft. Schmidt ist mit dem Ergebnis der Baumaßnahmen ebenfalls nicht zufrieden: Vor allem für Rollstuhlfahrer wäre ein erhöhter und deutlich abgesetzter Radweg sinnvoll und sicherer gewesen.

Sebastian Hoff


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