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Südstadt

Einbrecher verunsichern Anwohner

Die Südstädter im Bereich des Karrees Wiesen-, Sextro-, Hildesheimer und Bürgermeister-Fink-Straße sind wegen vermehrter Einbrüche in ihre Häuser und Wohnungen verunsichert.
Anwohner der Wiesen- und der Bürgermeister-Fink-Straße sorgen sich über vermehrte Einbrüche in ihrem Stadtteil. Die Polizei sieht zwar keine Zunahme von Straftaten, doch die Anwohner fühlen sich dennoch bedroht.

Anwohner der Wiesen- und der Bürgermeister-Fink-Straße sorgen sich über vermehrte Einbrüche in ihrem Stadtteil. Die Polizei sieht zwar keine Zunahme von Straftaten, doch die Anwohner fühlen sich dennoch bedroht.

© Uwe Dillenberg

Seit Jahresbeginn ist die Polizei immer wieder in der Südstadt unterwegs, befragt Anwohner und ermittelt wegen Einbruchdiebstahls. „Wir sind zum Glück bislang verschont geblieben, die Einbrüche sind hier aber seit Langem ein Thema“, sagte eine junge Mutter, die namentlich nicht genannt werden will. Zweimal hat die Polizei ihr bereits Fotos von Tatverdächtigen vorgelegt, um Zeugenhinweise zu erhalten. Von osteuropäischen Banden, die in Hannover gerade aktiv seien, war nach Angaben der jungen Frau die Rede. „Ich haben auf den Bilder aber niemanden wieder erkannt, der mir hier schon mal in der Straße aufgefallen wäre“, berichtete die Frau. Seit dieser Zeit ist sie vorsichtiger geworden. „Ich drücke nicht mehr einfach auf den Türöffner, wenn es klingelt, sondern frage genau nach“.

Auch eine andere Nachbarin ist beunruhigt: „Auch bei uns ist Mitte Juli eingebrochen worden“, sagte die Frau, die aus Angst ebenfalls anonym bleiben möchte. „Kürzlich bekam ich Post von der Staatsanwaltschaft, dass die Ermittlungen ohne Ergebnis eingestellt wurden – da fragt man sich schon, was die Polizei eigentlich macht.“

„Gegen Ende der Sommerferien lagen bei uns Handzettel der Polizei im Briefkasten, in denen auf die Einbrüche aufmerksam gemacht wurde“, erinnerte sich ein anderer Anwohner. Durch die Lektüre sei er zum ersten Mal auf die Vorfälle aufmerksam gemacht worden. „Eigentlich ist das hier ja eher eine ruhige Gegend, in der nicht so viel passiert“, sagte er.

Die Sorgen der Anwohner sind bislang noch nicht bis zu Bezirksbürgermeister Lothar Pollähne vorgedrungen. „Ich habe von den Einbrüchen noch nichts gehört, aber wenn die Anwohner sich subjektiv bedroht fühlen, kann man das nicht einfach abtun“, sagte der SPD-Politiker.

Die Polizei will dagegen nicht von einer Häufung von Einbrüchen in diesem Bereich sprechen. „Wir haben im Juli lediglich drei Taten in unserer Statistik verzeichnet“, teilte Behördensprecherin Martina Stern mit. Im Juni habe es einen Einbruchsversuch in der Bürgermeister-Fink-Straße gegeben. „Im August ist gar kein Eintrag verzeichnet“, erklärte Stern. Das Verteilen der Handzettel sei im Zuge einer Präventionsmaßnahme erfolgt: „Wir stecken die Flyer nach jedem Einbruch in die Briefkästen der Anwohner, das gehört zum Standardprogramm“, sagte Stern. Einerseits erhofften sich die Beamten dadurch, weitere Zeugenhinweise zu bekommen. Andererseits solle die Bevölkerung durch die Flyer sensibilisiert werden, damit die Täter keine weiteren Gelegenheiten bekommen, um erneut zuzuschlagen.

[Tobias Morchner]

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