Gegenwärtig ist das verfallene AOK-Gebäude am Pferdeturm ein Ärgernis.
Hannover. Fünfmal sind Diebe bereits in das ehemalige AOK-Gebäude am Pferdeturm eingebrochen, um Altmetall zu stehlen. „Jedes Mal musste die Kripo kommen, das kostet alle Beteiligten auf Dauer Nerven“, sagt Bernd Rathenow, Alleingesellschafter der hannoverschen Firma BauWo. Seit die Rohstoffpreise im Metallbereich immer höher geklettert sind, nehmen auch die Metalldiebstähle sprunghaft zu. Wie berichtet, haben Diebe auf Friedhöfen Skulpturen und Grabeinfriedungen gestohlen, auf Baustellen und an Bahngleisen werden vor allem Edelmetalle wie Kupfer entwendet.
Der ehemalige AOK-Verwaltungssitz ist von der Krankenkasse schon vor Jahren verlassen worden. Sie ist in einen Neubau an der Hans-Böckler-Allee gezogen, den die BauWo ihr errichtet hat. Gewissermaßen zur Verrechnung hat die BauWo die Betonburg am Pferdeturm erhalten. Das Grundstück gilt wegen seiner Lage am Schnellweg als Filetfläche, das Gebäude allerdings ist abbruchreif. Immer wieder besprühen dort Graffitisprayer Scheiben und Fassadenteile, inzwischen sind auch etliche Fenster eingeworfen. Die BauWo allerdings will die Immobilie erst abreißen, wenn sich ein Mieter oder Käufer für den geplanten Neubau auf der Fläche gefunden hat. „Bisher gibt es dort ja noch nicht einmal neues Baurecht“, sagt Rathenow.
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