Fühlt sich geehrt: Bodo Hollemann hat bereits mehrere Auszeichnungen und will weiter ehrenamtlich arbeiten.
Auf einer Weltkarte an der Wand des Büros von Bodo Hollemann stecken zahlreiche blaue und gelbe Stecknadeln. Sie markieren die Orte, die der Bothfelder bereits bereist hat. Auf jedem Kontinent stecken mehrere der bunten Nadeln. „Ja, ich habe viel erlebt und gesehen“, sagt Hollemann lächelnd. In seinem Leben als Politiker und Sportler hat der 68–Jährige nicht nur viele Orte bereist, sondern auch vieles bewegt. Hierfür wurde ihm nun eine besondere Ehre zuteil. Am vergangenen Freitag wurde Bodo Hollemann das Bundesverdienstkreuz im Auftrag von Bundespräsident Horst Köhler verliehen. Die hohe Anerkennung wurde ihm aufgrund seiner Verdienste in den Bereichen Kommunalpolitik und Sport zuteil.
Als Mitglied des Bezirksrat Bothfeld–Vahrenheide und später als Mitglied des Rats der Stadt Hannover, war er 20 Jahre in den politischen Gremien Hannovers vertreten. Vor vier Jahren beendete Bodo Hollemann seine politische Karriere. „Ich wusste einfach, dass es der richtige Moment war aufzuhören. Man muss wissen wann man Schluss machen sollte.“ Jetzt seien andere dran, sagt Hollemann. Besonders wegen seines sozialen Engagements für Jugendliche in den Stadtteilen Vahrenheide und Sahlkamp, wurde Hollemann von Ministerpräsident Christian Wulff für das Bundesverdienstkreuz vorgeschlagen. „Die Jugendarbeit hat mir schon immer am Herzen gelegen. Ich habe als Politiker eng mit Vereinen zusammengearbeitet, um Jugendliche mit Hilfe von Sport von der Straße zu holen“, sagt Hollemann und blickt auf eine bewegte Karriere zurück.
Der Sport war ein stetiger Begleiter im Leben des Bothfelders. Bereits mit elf Jahren trat der heute 68–Jährige in den Schwimmverein Wasserfreunde 98 ein. Seine Karriere im Schwimmsport führte ihn bis in das Amt des Präsidenten des Deutschen–Schwimmverbandes. Den Posten übernahm er 1988. Ein besonderer Augenblick für Hollemann in diesem Amt ist auch von großer Bedeutung für den deutschen Schwimmsport. „Nach der Wende 1990 wurden in Hannover die Schwimmverbände aus Ost und West vereint. Das war der schönste Moment für mich als Präsident“, schwärmt Hollemann. Aber auch die weniger schönen Erinnerungen gehören zu seiner bewegten Karriere. So erlebte Hollemann auf einer Reise mit dem Schwimmverband nach Mexiko Stadt 1979 ein schweres Erdbeben. „Zum Glück ist keinem etwas passiert“, sagt der 68–Jährige rückblickend.
Ganz aus dem Sport zurückgezogen hat sich der Bothfelder bis heute nicht. Er ist Vorsitzender des Fördervereins der Fachsparte Wasserball und unterstützt so die Jugendarbeit im Schwimmverband. „Es macht mich stolz, eine Auszeichnung wie das Bundesverdienstkreuz zu erhalten, damit habe ich nie gerechnet. Allerdings habe ich keine meiner Aufgaben begonnen, um dafür geehrt zu werden. Das habe ich gemacht, um etwas zu bewegen“, betont Bodo Hollemann. Seit der Bothfelder seine Ämter niedergelegt hat, nutzt er seine Freizeit gerne zum Reisen. Durch den Sport hat er viele Kontakte auf der ganzen Welt aufgebaut. „Bei allen meinen Reisen war ich nie Tourist, sondern immer Freund“, beschreibt Hollemann seine Auslandsaufenthalte. Es ist nicht auszuschließen, dass noch einige weitere Stecknadeln auf Bodo Hollemanns Weltkarte ihren Platz finden werden.
Nils Klingebiel
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