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Vahrenheide

Arbeiten im Sanierungsgebiet fast abgeschlossen

Die Sanierung in Vahrenheide-Ost ist mit der Fertigstellung des Platzes an der Plauener Straße fast abgeschlossen. Zwei Projekte stehen aber noch aus - und die können dauern.
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Der neue Platz an der Plauener Straße bringt viel Grün in die von hohen Häusern geprägte Siedlung.

Der neue Platz an der Plauener Straße bringt viel Grün in die von hohen Häusern geprägte Siedlung.

© Teetz

Mit der Sanierung des Platzes an der Plauener Straße ist eines der letzten Projekte des Gebiets Vahrenheide-Ost abgeschlossen. Die Bildhauerin Susanne Siegl hat dafür eine stilisierte Weltkugel entworfen. Zudem sind drei Bäume gepflanzt worden. Endgültig zu den Akten gelegt wird die Sanierung aber wohl erst in einigen Jahren.

In Vahrenheide leben Menschen aus 80 Nationen. „Auf meinem Globus sind diese 80 Nationen farbig hervorgehoben“, sagt Siegl. Die Länder, die im Stadtteil am häufigsten vertreten sind – Deutschland (72 Prozent der Einwohner) und die Türkei (11 Prozent) – hat die Bildhauerin pink gefärbt. Die restlichen Nationen, bei denen der Prozentsatz zwischen 0,5 und 2 Prozent liegt, hat die Künstlerin mit gelber Farbe gekennzeichnet. Das Kunstwerk hat Siegl innerhalb von sieben Wochen geschaffen. An manchen Tagen durften ihr Kinder aus dem Stadtteil helfen und einzelne Mosaikscherben aufkleben. „Da war der Andrang groß, wir haben immer nur zwei Kinder gleichzeitig an das Mosaik gelassen.“

Wo heute ein offener, grüner Platz zum Pausieren und Entspannen einlädt, befand sich vorher eine Ladenzeile. In den vergangenen Jahren stand diese leer. „Wir haben die Bewohner befragt, was sie stattdessen an dieser Stelle gerne sehen wollen“, sagt Landschaftsplanerin Astrid Macaj von der Stadtverwaltung. So sei die Idee für den Platz entstanden. „Für einen Spielplatz ist das Areal mit seinen 900 Quadratmetern zu klein“, erläutert Macaj weiter. Aber, so betonen Stadtvertreterin und Künstlerin gleichermaßen, Kunstwerk und das ganze Gelände seien ausdrücklich auch zum Spielen für Kinder gedacht. Macaj hat den Platz als Ellipse angelegt, die die Umlaufbahn um den Globus symbolisiert. So geht ein Klinkerband in eine Hecke über. Auf dem Platz wurden neben Sträuchern und Bambuspflanzen auch zwei Robinien und eine Gleditschie gepflanzt.

Susanne Siegl zeigt sich allerdings mit einem Ergebnis nicht zufrieden: „Ich finde es schade, dass kein Hinweisschild darauf hinweist, wofür das Kunstwerk steht“, sagt die Künstlerin aus Algermissen. Die Stadt sieht dafür keinen Bedarf. „Wir sind der Meinung, dass ein Kunstwerk für sich sprechen muss“, entgegnet Astrid Macaj.

Die Kosten für die Umgestaltung des Platzes betragen 95.000 Euro und für die Weltkugel 17.000 Euro. Finanziert wurde das Projekt mit Fördermitteln für den Städtebau vom Land Niedersachsen und Geld von der Stadt Hannover.

Die Arbeiten im Sanierungsgebiet Vahrenheide-Ost sind damit nahezu abgeschlossen. „Die Stadt beabsichtigt, die Sanierung für den größten Teil des Gebietes im kommenden Jahr zu beenden“, sagt Stadtsprecher Dennis Dix. Lediglich ein kleiner Bereich, der das Gebiet „Holzwiesen“ und dessen Umfeld einschließt, solle noch für einen längeren Zeitraum Sanierungsgebiet bleiben. „So kann zum Beispiel Geld aus Grundstücksverkäufen noch für die Sanierung eingesetzt werden“, sagt Dix. Mit solchen Einnahmen rechnet die Stadt vor allem in der Neubausiedlung „Gartenhöfe“. Auf dem Gelände, auf dem bis 2004 die Klingenthal-Hochhäuser standen, baut das Unternehmen „Weber Massivhaus“ neue Wohnhäuser. „Der Verkauf von Flächen für eine weitere Gebäudezeile im Norden des Neubaugebietes steht unmittelbar bevor“, sagt Dix.

Außerdem soll in diesem Jahr noch mit der Umgestaltung des „Vahrenheider Marktes“ begonnen werden. „Der eigentliche Marktplatz um den Brunnen wird neu und offener gestaltet. Der Brunnen selbst wird so umgestaltet, dass er auch in der Winterzeit ansehnlich ist“, kündigt Dix an.

Da das Gebiet Vahrenheide-Ost über das kommende Jahr hinaus saniert wird, bleibt auch die Sanierungskommission bestehen. Ursprünglich sollte das Sanierungsprogramm in diesem Jahr abgeschlossen sein.

[Kristian Teetz]

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