Rechtsextremisten wollen am Sonnabend in Hannover eine ACTA-Demo kapern.
Mitte. ACTA steht für Anti-Counterfeiting Trade Agreement und ist ein internationales Handelsabkommen zur Bekämpfung von Produkt- und Markenpiraterie. Es sieht unter anderem vor, dass Internetanbieter für Urheberrechtsverletzungen von Kunden haftbar gemacht werden können. Kritiker beklagen, ACTA habe Auswirkungen auf die Meinungs- und Informationsfreiheit. In Polen und Tschechien ist es bereits zu massiven Protesten gekommen, dort wird der Ratifizierungsprozess nun vorerst ausgesetzt.
In Hannover versuchen Rechtsextremisten, die Veranstaltung für ihre eigenen Zwecke zu kapern. Die Gruppe „Besseres Hannover“ ruft im Internet zur Teilnahme an der Demonstration auf. Das „Bündnis gegen ACTA“ distanziert sich von den Rechtsextremisten. „Wir akzeptieren keine fremdenfeindlichen Parolen und werden auffällige Vorfälle der Polizei melden“, sagte ein Sprecher.
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